CFB-Fonds 177 Solar-Deutschlandportfolio III – Anlagen, Gesellschaft und Vergütung
Der CFB-Fonds 177 Solar-Deutschlandportfolio III ist ein geschlossener Solarfonds aus der CFB-Reihe der Commerz Real. Er hält Solarkraftwerke in Bayern und Brandenburg mit einer über 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung.
Der CFB-Fonds 177 war der dritte Solarfonds der Commerz Real und deutlich größer als seine beiden Vorgänger. Dieser Beitrag beschreibt die acht Kraftwerke, den Vergütungssatz und die Gesellschaft dahinter – und was das für Anleger bedeutet, die ihre Beteiligung heute halten, erben oder verkaufen wollen.
Überblick: CFB-Fonds 177 auf einen Blick
GESELLSCHAFT Die Beteiligung besteht an der HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG mit Sitz in Düsseldorf.
ANLAGEN Acht Solarkraftwerke mit einer Gesamtnennleistung von 67,3 Megawatt-Peak, sechs in Bayern und zwei in Brandenburg.
GRÖSSE Fondsvolumen rund 185 Millionen Euro; 2010 nach Angaben der Commerz Real der bis dahin größte Publikums-Solarfonds in Deutschland.
VERGÜTUNG 28,43 Cent je eingespeister Kilowattstunde, garantiert über 20 Jahre ab Inbetriebnahme.
Inhaltsverzeichnis
Die Anlagen des CFB-Fonds 177
Der Fonds investierte mittelbar in acht Solarkraftwerke an verschiedenen deutschen Standorten, sechs davon in Bayern und zwei in Brandenburg. Die Gesamtnennleistung beträgt 67,3 Megawatt-Peak, fast das Dreifache der beiden Vorgängerfonds. Zum Zeitpunkt der Auflegung im August 2010 waren die Anlagen teils fertiggestellt, teils noch im Bau; der Netzanschluss war planmäßig bis Dezember 2010 vorgesehen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Anlagen | acht Solarkraftwerke |
| Gesamtnennleistung | 67,3 MWp |
| Standorte in Bayern | sechs, darunter Absberg, Bad Kissingen, Obernbreit und Rentweinsdorf |
| Standorte in Brandenburg | zwei, in Reckahn |
| Netzanschluss | planmäßig bis Dezember 2010 |
| Einspeisevergütung | 28,43 Cent je Kilowattstunde |
| Vergütungsdauer | 20 Jahre ab Inbetriebnahme |
| Fondsvolumen | rund 185 Millionen Euro |
Zu den bayerischen Standorten zählen Absberg, Bad Kissingen, Obernbreit und Rentweinsdorf, zu den brandenburgischen zwei Anlagen in Reckahn. Jedes Kraftwerk wird über eine eigene Objektgesellschaft gehalten; die Fondsgesellschaft ist an diesen Gesellschaften beteiligt. Der Grund ist praktisch: Jede Anlage hat eigene Grundstücksverträge, einen eigenen Netzanschluss und einen eigenen Vergütungsanspruch.
Die Fondsgesellschaft firmiert als HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG mit Sitz in Düsseldorf. Diese Firmierung erscheint im Feststellungsbescheid und in der Korrespondenz mit dem Treuhänder; die Bezeichnung CFB-Fonds 177 ist lediglich der Produktname. Vertrieben wurde die Beteiligung exklusiv über die Filialen der Commerzbank, mit einem Mindestbetrag von 10.000 Euro zuzüglich fünf Prozent Agio. Wie die Commerz Real ihre Fondsreihe aufgebaut hat, ist im Beitrag CFB Fonds dargestellt.
Wie der CFB-Fonds 177 sein Geld verdient
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtete die Netzbetreiber, den Strom aus Solaranlagen abzunehmen und zu einem gesetzlich festgelegten Satz zu vergüten. Für Anlagen, die bis Dezember 2010 ans Netz gingen, lag dieser Satz bei 28,43 Cent je Kilowattstunde. Er wird bei Inbetriebnahme fixiert und 20 Jahre lang unverändert gezahlt.
Der Vergleich mit den Vorgängerfonds zeigt, wie schnell die Förderung damals sank: Anlagen aus dem Jahr 2009 erhielten noch rund 32 Cent. Wer später baute, bekam weniger, musste aber auch weniger für Module bezahlen.
Wie ein CFB-Solarfonds sein Geld verdient, welche Rolle Wechselrichter und Moduldegradation dabei spielen und was am Ende der Förderung ansteht, ist im Beitrag CFB Fonds für die gesamte Reihe beschrieben.
CFB-Fonds 177: Was Anleger dazu wissen sollten
Auskunft über die HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG geben allein ihre eigenen Unterlagen: der letzte Geschäftsbericht, die Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen und die jährliche Steuermitteilung mit dem Stand des Kapitalkontos.
Zu bedenken ist das Ende der Förderung. Die Anlagen dieses Fonds gingen bis Dezember 2010 ans Netz; die gesetzliche Vergütung läuft damit um das Jahr 2030 aus. Was daraus folgt, ist im Abschnitt Wie ein CFB-Solarfonds sein Geld verdient beschrieben.
Beim Rückbau fällt der Posten bei acht Anlagen entsprechend häufiger an als bei den kleineren Vorgängerfonds.
Für Solarfonds gelten die allgemeinen Regeln für gewerbliche Einkünfte, die der Beitrag Besteuerung geschlossener Fonds beschreibt; zum Rückforderungsrisiko aus früheren Ausschüttungen siehe den Abschnitt Wie ein CFB-Solarfonds sein Geld verdient.
Beteiligung am CFB-Fonds 177 verkaufen
Anteile an einem geschlossenen Fonds können nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden; das eingesetzte Kapital bleibt gebunden, bis die Anlagen verwertet und die Gesellschaft abgewickelt ist. Ein Ausstieg vorher setzt voraus, dass sich ein Erwerber findet.
Die Übertragung erfolgt durch Abtretung des Kommanditanteils an der HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG, in der Regel mit Wirkung zum Ende eines Quartals. Sie bedarf der Zustimmung der Geschäftsführung oder des Treuhänders und wird anschließend im Register vollzogen. Welche Nachweise dafür erforderlich sind und an welchen Punkten Übertragungen in der Praxis scheitern, ist im Beitrag Geschlossene Fonds am Zweitmarkt verkaufen dargestellt.
Für den Verkauf Ihrer Beteiligung erreichen Sie mich unter fonds@em-strategy.com.
Häufige Fragen zum CFB-Fonds 177
In welche Anlagen investiert der CFB-Fonds 177?
In acht Solarkraftwerke mit einer Gesamtnennleistung von 67,3 Megawatt-Peak. Sechs stehen in Bayern, darunter in Absberg, Bad Kissingen, Obernbreit und Rentweinsdorf, zwei in Brandenburg in Reckahn. Der Netzanschluss war planmäßig bis Dezember 2010 vorgesehen. Die Beteiligung erfolgt mittelbar über Objektgesellschaften.
Wie lautet der vollständige Name der Fondsgesellschaft?
HAJOSINTA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG mit Sitz in Düsseldorf. Unter dieser Firmierung läuft die Korrespondenz mit dem Treuhänder und dem Finanzamt. CFB-Fonds 177 und Solar-Deutschlandportfolio III sind die Produktbezeichnungen, unter denen die Commerz Real die Beteiligung vertrieben hat.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung beim CFB-Fonds 177?
28,43 Cent je eingespeister Kilowattstunde. Dieser Satz galt für Anlagen, die bis Dezember 2010 ans Netz gingen, und wird 20 Jahre lang unverändert gezahlt. Der Vergleich zeigt, wie schnell die Förderung damals sank: Anlagen aus dem Jahr 2009, wie sie in den Vorgängerfonds stecken, erhielten noch rund 32 Cent.
War der CFB-Fonds 177 wirklich der größte Solarfonds Deutschlands?
Bei seiner Auflegung im August 2010 ja. Mit einem Fondsvolumen von rund 185 Millionen Euro war er nach Angaben der Commerz Real der bis dahin größte Publikums-Solarfonds in Deutschland. Später legte dieselbe Reihe noch größere Fonds auf. Vertrieben wurde er exklusiv über die Filialen der Commerzbank.
Was passiert mit der Beteiligung am CFB-Fonds 177 im Erbfall?
Bei dieser Solarbeteiligung entscheidet der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft. Ein direkt gehaltener Kommanditanteil geht beim Tod des Anlegers nach den Erbquoten unmittelbar auf die einzelnen Erben über; eine Erbengemeinschaft am Anteil entsteht nicht. Bei einer Treuhandbeteiligung gilt der Treuhandvertrag. In der Regel verlangt die Gesellschaft einen Erbnachweis, etwa Erbschein oder notarielles Testament. Wer die Beteiligung nicht behalten möchte, kann sie nach der Legitimation am Zweitmarkt verkaufen. Grundlagen: Beitrag Erbschaft von geschlossenen Immobilienfonds.
Fazit und Ausblick
Der CFB-Fonds 177 markiert den Sprung in eine andere Größenordnung: Nach den beiden Fonds mit je gut 23 Megawatt-Peak folgte hier ein Portfolio mit 67,3 Megawatt-Peak und einem Volumen von 185 Millionen Euro. Die beiden Vorgängerfonds hielten vier beziehungsweise fünf Anlagen mit je gut 23 Megawatt-Peak.
Für die Beurteilung einer Beteiligung zählt heute die andere Seite: Was geschieht, wenn die Förderung um 2030 ausläuft? Die Antwort hängt vom Zustand der Anlagen, von den Pachtverträgen und von den Rückbauverpflichtungen ab. All das steht in den Fondsunterlagen.
Solarbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen
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Jetzt Anfrage sendenWichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Angaben zu den Anlagen und zur Gesellschaft beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.

