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Zweitmarktfonds – Was Anleger über geschlossene Fonds am Sekundärmarkt wissen müssen

Der Begriff Zweitmarktfonds taucht in der Finanzbranche immer häufiger auf – doch was verbirgt sich dahinter? Im Kern handelt es sich um geschlossene Fonds, die nicht in neue Projekte investieren, sondern gezielt Anteile an bereits bestehenden geschlossenen Fonds auf dem Sekundärmarkt erwerben. Statt in Unbekanntes zu investieren, kauft man sich in Bekanntes ein – mit dem Vorteil einer dokumentierten Erfolgsbilanz. Dieser Beitrag erklärt, wie Zweitmarktfonds funktionieren, welche Chancen und Risiken sie bergen und für wen sie als Anlageform in Frage kommen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Was ist ein Zweitmarktfonds?Ein geschlossener Fonds, der als Dachfonds Anteile an bereits laufenden geschlossenen Fonds auf dem Sekundärmarkt erwirbt und in einem breit diversifizierten Portfolio bündelt.

RenditepotenzialEtablierte Anbieter erzielten in der Vergangenheit laufende Ausschüttungen von 5–6 % p.a. und Gesamtauszahlungen von bis zu 190 % vor Steuern.

DiversifikationEin einzelner Zweitmarktfonds hält oft 50 bis über 200 verschiedene Zielfonds – deutlich breiter gestreut als ein Einzelinvestment in einen geschlossenen Fonds.

TransparenzDa die Zielfonds bereits laufen, sind Mieteinnahmen, Instandhaltungskosten und Auslastungsquoten dokumentiert – das reduziert das Prognoserisiko gegenüber dem Erstmarkt.

Was ist ein Zweitmarktfonds? – Definition und Abgrenzung

Ein Zweitmarktfonds ist ein geschlossener Fonds, der als Dachfonds konzipiert ist. Sein Fondsmanagement erwirbt systematisch Anteile an geschlossenen Beteiligungen, die bereits seit Jahren laufen – also nicht mehr auf dem Erstmarkt gezeichnet werden können. Diese Anteile werden von bestehenden Gesellschaftern verkauft, die aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig aus der Beteiligung aussteigen möchten: sei es wegen veränderter Lebensumstände, Liquiditätsbedarf im Ruhestand oder dem Wunsch, das eigene Portfolio umzustrukturieren.

Die Fondsmanager von Zweitmarktfonds analysieren die am Zweitmarkt verfügbaren Beteiligungen sorgfältig und erwerben gezielt jene, die zu ihrem Portfolioprofil passen. Da geschlossene Fonds keine reguläre Börsennotierung besitzen, bilden sich die Preise am Sekundärmarkt auf Basis von Angebot und Nachfrage – das eröffnet sowohl Verkäufern eine Möglichkeit zur Veräußerung als auch Käufern den Zugang zu etablierten Beteiligungen.

Regulatorisch ist zu unterscheiden: Zweitmarktfonds, die seit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) im Jahr 2013 aufgelegt wurden, sind als geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF) strukturiert und unterliegen der Aufsicht der BaFin. Ältere Zweitmarktfonds, die vor 2013 emittiert wurden, waren hingegen als klassische geschlossene Fonds in Form von Kommanditgesellschaften konzipiert – ohne die heutigen Regulierungsanforderungen. Auch die Zielfonds, in die Zweitmarktfonds investieren, stammen häufig aus der Vor-KAGB-Ära und wurden als traditionelle KG-Beteiligungen aufgelegt. Anleger treten dem Zweitmarktfonds in der Regel als Kommanditisten bei und beteiligen sich mit einem festen Zeichnungsbetrag.

Der Schwerpunkt der meisten Zweitmarktfonds liegt auf geschlossenen Immobilienfonds – diese machen den mit Abstand größten Anteil am Sekundärmarkt aus. Daneben existieren vereinzelt auch Zweitmarktfonds, die in Schiffsbeteiligungen, Infrastrukturprojekte oder Erneuerbare-Energien-Fonds investieren. Die Konzentration auf Immobilien hat dabei einen handfesten Grund: Immobilienfonds verfügen über physische Substanzwerte und regelmäßige Mieteinnahmen, die eine vergleichsweise verlässliche Bewertungsgrundlage bieten.

🏢

Immobilienfonds

Größtes Segment am Zweitmarkt – stabile Mieteinnahmen und Substanzwerte als Bewertungsbasis

Energiefonds

Beteiligungen an Wind- und Solarprojekten mit langfristigen Einspeisevergütungen

🏗️

Infrastruktur

Verkehrs-, Versorgungs- und Sozialinfrastruktur mit planbaren Cashflows

🚢

Schiffsfonds

Historisch stark vertreten, heute nur noch selektiv – hohe Abhängigkeit von Charterraten

Wie funktioniert ein Zweitmarktfonds? – Vom Ankauf bis zur Ausschüttung

Die Funktionsweise eines Zweitmarktfonds lässt sich in vier Phasen untergliedern. In der Platzierungsphase sammelt der Fonds Eigenkapital von Anlegern ein. Die Mindestbeteiligung liegt je nach Anbieter zwischen 5.000 und 25.000 Euro, zuzüglich eines Ausgabeaufschlags von in der Regel drei bis fünf Prozent. In der anschließenden Investitionsphase erwirbt das Fondsmanagement schrittweise Anteile an geschlossenen Zielfonds auf dem Sekundärmarkt. Dabei werden die einzelnen Beteiligungen sorgfältig analysiert: Wie hat sich der Fonds bisher entwickelt? Wie stehen die Mieteinnahmen? Welche Restlaufzeit verbleibt? Was ist der realistische Substanzwert?

In der Bewirtschaftungsphase fließen die laufenden Erträge der Zielfonds – etwa Mieteinnahmen bei Immobilienfonds – an den Zweitmarktfonds und werden regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet. Diese Ausschüttungen lagen bei etablierten Anbietern in der Vergangenheit bei durchschnittlich fünf bis sechs Prozent pro Jahr. In der abschließenden Auflösungsphase werden die Zielfonds nach und nach abgewickelt oder deren Anteile weiterveräußert. Der erzielte Erlös wird an die Anleger des Zweitmarktfonds verteilt.

Phase 1 📋 Platzierung

Der Fonds sammelt Eigenkapital von Anlegern ein. Mindestbeteiligung je nach Anbieter zwischen 5.000 und 25.000 Euro zuzüglich Ausgabeaufschlag.

Phase 2 🔍 Investition

Das Fondsmanagement erwirbt schrittweise Anteile an geschlossenen Zielfonds am Sekundärmarkt – nach sorgfältiger Analyse jeder einzelnen Beteiligung.

Phase 3 💰 Bewirtschaftung

Laufende Erträge der Zielfonds (z. B. Mieteinnahmen) fließen an den Zweitmarktfonds und werden regelmäßig an die Anleger ausgeschüttet.

Phase 4 ✅ Auflösung

Die Zielfonds werden nach und nach abgewickelt oder deren Anteile veräußert. Der Erlös wird an die Anleger des Zweitmarktfonds verteilt.

Ein wesentlicher Unterschied zum klassischen geschlossenen Fonds: Bei einem Zweitmarktfonds investiert der Anleger nicht in ein einzelnes Projekt – etwa eine bestimmte Immobilie oder ein Schiff –, sondern in ein breites Portfolio aus zahlreichen Beteiligungen. Etablierte Anbieter halten in ihren Portfolien nicht selten 50 bis über 200 verschiedene Zielfonds. Diese Streuung reduziert das Klumpenrisiko erheblich und unterscheidet Zweitmarktfonds fundamental von Einzelinvestments in geschlossene Fonds.

Die Auswahl der Zielfonds folgt dabei einem strukturierten Prozess. Erfahrene Anbieter verfügen über umfangreiche Datenbanken mit Informationen zu tausenden geschlossenen Fonds und deren wirtschaftlicher Entwicklung. Jede potenzielle Akquisition wird anhand objektiver Kriterien geprüft: Standortqualität, Mieterstruktur, Instandhaltungszustand, Restlaufzeit und aktuelles Ausschüttungsniveau. Nur Beteiligungen, die diese Prüfung bestehen und zum aktuellen Marktpreis ein attraktives Rendite-Risiko-Profil aufweisen, werden für das Portfolio erworben.

Zweitmarktfonds Rendite und Performance – was die Zahlen zeigen

Die Renditeerwartungen bei Zweitmarktfonds liegen über denen klassischer Anleihen oder Festgeldprodukte, spiegeln aber auch das höhere Risikoprofil wider. Erfahrene Anbieter in diesem Segment können auf eine nachweisbare Leistungsbilanz verweisen.

Im Bereich der Immobilien-Zweitmarktfonds bewegen sich die durchschnittlichen Ankaufsrenditen bei rund acht Prozent. Einzelne Portfolien erzielten in der Vergangenheit Gesamtauszahlungen von knapp 190 Prozent vor Steuern nach rund neun Jahren Laufzeit – bei ursprünglich prospektierten 176 Prozent nach zehn Jahren. Die jährliche Vermögensmehrung lag damit bei einzelnen Produkten bei rund 9,5 Prozent und übertraf die Prospektprognose um etwa 2,5 Prozentpunkte.

📈 ~8 % Ø Ankaufsrendite bei Immobilien-Zweitmarktfonds
💶 5–6 % Ø laufende Ausschüttungen pro Jahr
🏆 ~190 % Gesamtauszahlung bei Top-Produkten (vor Steuern)
📊 50–200+ Zielfonds pro Portfolio – breite Diversifikation

Diese Zahlen verdeutlichen einen zentralen Vorteil des Zweitmarktansatzes: Durch die gezielte Auswahl von Fonds mit bewährter Ertragslage und die professionelle Analyse der Marktpreise kann ein erfahrenes Management attraktive Renditen erzielen. Allerdings handelt es sich bei den genannten Beispielen um Vergangenheitswerte. Vergangene Performance ist, wie bei allen Kapitalanlagen, kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Entscheidend für die tatsächliche Rendite sind neben der Qualität des Fondsmanagements auch externe Faktoren wie die Zinsentwicklung, die Lage am Immobilienmarkt und die wirtschaftliche Gesamtsituation. Anleger sollten daher die Leistungsbilanz eines Anbieters zwar als Orientierung heranziehen, aber keine Garantie für künftige Erträge daraus ableiten.

Erstmarkt vs. Zweitmarkt – warum der Sekundärmarkt Vorteile bieten kann

Ein geschlossener Fonds auf dem Erstmarkt ist in vielerlei Hinsicht eine Wette auf die Zukunft. Zum Zeitpunkt der Zeichnung existiert das Investitionsobjekt oft nur auf dem Papier – oder es befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Anleger müssen sich auf die Prognosen des Emittenten verlassen, ohne die tatsächliche Entwicklung beurteilen zu können. Genau hier liegt das sogenannte Blind-Pool-Risiko.

Am Zweitmarkt stellt sich die Situation anders dar. Die Zielfonds laufen bereits seit Jahren, ihre wirtschaftliche Entwicklung ist dokumentiert und anhand konkreter Daten nachvollziehbar. Mieteinnahmen, Instandhaltungskosten, Auslastungsquoten – all diese Informationen liegen vor und können vom Fondsmanagement eines Zweitmarktfonds in die Kaufentscheidung einbezogen werden. Das reduziert das Prognoserisiko erheblich.

📄 Erstmarkt (Neuzeichnung)

🔒Investitionsobjekt oft nur als Prospekt
🔒Blind-Pool-Risiko – Prognosen statt Daten
🔒Weichkosten 10–20+ % des Eigenkapitals
🔒Einzelinvestment – hohes Klumpenrisiko

🔄 Zweitmarkt (Sekundärmarkt)

🔓Zielfonds laufen bereits – reale Daten verfügbar
🔓Nachvollziehbare Performance statt Prognosen
🔓Weichkosten bereits eingepreist
🔓Dachfonds-Struktur – breite Diversifikation

Ein weiterer Vorteil: Die Weichkosten des Erstmarkts – also Vertriebsprovisionen, Konzeptionsgebühren und sonstige Aufwendungen, die bei Neuauflage eines Fonds anfallen und je nach Produkt 10 bis über 20 Prozent des Eigenkapitals betragen können – sind beim Zweitmarkt-Kauf in der Preisbildung bereits berücksichtigt. Der Zweitmarktfonds zahlt einen Preis, der sich am tatsächlichen wirtschaftlichen Wert der Beteiligung orientiert, nicht an einem mit Vertriebskosten aufgeblähten Erstausgabekurs.

Zweitmarktfonds Anbieter – wer den Markt prägt

Der Markt für Zweitmarktfonds wird von einer überschaubaren Zahl spezialisierter Emissionshäuser dominiert, die sich über Jahre eine tiefe Expertise im Ankauf und in der Bewertung geschlossener Fondsbeteiligungen erarbeitet haben. Die wichtigsten Anbieter im Überblick:

asuco

Gegründet 2009 · München
PositionierungMarktführer
Anleger15.000+
Platziertes Kapital600+ Mio. €
Ausschüttungen215+ Mio. €
Zielfonds316 Fonds / 443 Immobilien
Ausschüttung 20255,25–7,25 % p.a.

HTB Hanseatische Fondshaus

Zweitmarkt seit 2002 · Bremen
PositionierungPionier
Aufgelegte Fonds~40 Fonds
Platziertes EK440+ Mio. €
Aktueller FondsHTB 15 (seit Dez. 2025)
SchwerpunktImmobilien

BVT

Zweitmarktportfolio-Serie · München
Aktueller FondsZweitmarktportfolio II
Portfolio~90 Immobilien
Mietfläche~2 Mio. m²
SchwerpunktImmobilien / US-Mietwohnen

WealthCap

Zweitmarkt seit 1992 · München
HintergrundUniCredit-Tochter
ProduktlinieHFS Zweitmarktfonds
Aktueller FondsZweitmarktWerte 3
KonzeptMulti-Asset
Zielfonds (Bsp.)68 Fonds (HFS Dtl. 1)

Die Auswahl des richtigen Anbieters ist bei Zweitmarktfonds von besonderer Bedeutung, da die Ankaufskompetenz des Fondsmanagements maßgeblich über den Anlageerfolg entscheidet. Anleger sollten dabei auf die Leistungsbilanz achten: Wie viele Fonds hat der Anbieter bereits erfolgreich aufgelöst? Wie hoch lagen die tatsächlichen Ausschüttungen im Vergleich zur Prognose? Und wie breit ist das Portfolio diversifiziert? Inhabergeführte, bankenunabhängige Anbieter mit langer Zweitmarkt-Erfahrung haben sich in der Vergangenheit als besonders verlässlich erwiesen – während Anbieter mit Bankenhintergrund wie WealthCap den Vorteil eines breiten Vertriebsnetzes und institutioneller Strukturen mitbringen.

Zweitmarktfonds Risiken – was Anleger beachten sollten

Trotz der genannten Vorteile sind Zweitmarktfonds keine risikofreie Anlage. Wie bei allen geschlossenen Fonds besteht grundsätzlich das Risiko eines Totalverlusts des eingesetzten Kapitals. Auch wenn dieses Risiko durch die breite Diversifikation und die Datenlage am Zweitmarkt reduziert wird, kann es nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Die Liquidität ist eingeschränkt. Anteile an einem Zweitmarktfonds sind, wie bei geschlossenen Fonds üblich, nicht frei handelbar. Anleger sollten einen Anlagehorizont von zehn bis fünfzehn Jahren mitbringen und nur Kapital investieren, das sie in diesem Zeitraum nicht benötigen. Ein vorzeitiger Ausstieg ist in der Regel nur über den Zweitmarkt selbst möglich – zu dann aktuellen, nicht vorhersehbaren Konditionen.

Zudem sind viele Zweitmarktfonds als Blind Pools konzipiert: Zum Zeitpunkt der Zeichnung steht nicht im Detail fest, welche Zielfonds-Anteile das Management erwerben wird. Anleger vertrauen darauf, dass das Fondsmanagement die richtigen Ankaufsentscheidungen trifft. Die Qualität und Erfahrung des Anbieters sind daher ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Anlage.

Schließlich sollten Anleger die Kostenstruktur genau prüfen. Bei einem Zweitmarktfonds als Dachfonds fallen Kosten auf zwei Ebenen an: auf Ebene des Zweitmarktfonds selbst (Ausgabeaufschlag, Verwaltungsgebühr, ggf. Performance Fee) und auf Ebene der Zielfonds (deren laufende Kosten bestehen unabhängig weiter). Diese doppelte Kostenbelastung kann die Nettorendite spürbar schmälern. Transparente Anbieter weisen die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) in ihren Unterlagen aus – ein wichtiges Vergleichskriterium bei der Auswahl eines Zweitmarktfonds. Anleger sollten zudem darauf achten, ob und in welcher Höhe eine leistungsabhängige Vergütung (Performance Fee) vereinbart ist, die bei Überschreiten einer definierten Mindestrendite anfällt.

Für wen eignen sich Zweitmarktfonds?

Zweitmarktfonds richten sich an Anleger, die ihr Portfolio um Sachwertbeteiligungen ergänzen möchten und bereit sind, für ein höheres Renditepotenzial eine eingeschränkte Liquidität in Kauf zu nehmen. Die breite Streuung über zahlreiche Zielfonds und der Zugang zu einem professionell organisierten Sekundärmarkt machen sie zu einer interessanten Alternative zum Direkterwerb einzelner geschlossener Fonds.

Besonders geeignet sind Zweitmarktfonds für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont, die bereits über ein diversifiziertes Grundportfolio aus liquiden Anlagen verfügen. Als Beimischung können sie Renditechancen eröffnen, die am Kapitalmarkt in vergleichbarer Form schwer zugänglich sind – insbesondere im Immobilienbereich, wo die Kombination aus laufenden Mieteinnahmen und Substanzwertpotenzial für ein attraktives Rendite-Risiko-Profil sorgen kann.

Auch für Anleger, die bisher ausschließlich in liquide Produkte wie ETFs oder Aktien investiert haben, können Zweitmarktfonds einen sinnvollen Diversifikationsbaustein darstellen. Die Erträge aus Immobilien-Zweitmarktfonds weisen eine geringe Korrelation zu den Schwankungen der öffentlichen Kapitalmärkte auf und können so zur Stabilisierung des Gesamtportfolios beitragen.

Das aktuelle Marktumfeld spricht ebenfalls für dieses Segment. Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds hat sich in den vergangenen Jahren zu einem etablierten und professionell organisierten Marktsegment entwickelt. Die steigende Zahl an Transaktionen und die wachsende Anbieterbasis sorgen für eine zunehmend effiziente Preisbildung, von der sowohl Käufer als auch Verkäufer profitieren können.

Anleger, die sich für Zweitmarktfonds interessieren oder bereits Anteile an geschlossenen Fonds halten und über ihre Optionen nachdenken, sollten sich frühzeitig informieren und die verschiedenen Angebote am Markt sorgfältig vergleichen. Wer als bestehender Gesellschafter eines geschlossenen Fonds über einen Verkauf nachdenkt, findet am Zweitmarkt die Möglichkeit, seine Beteiligung an einen Käufer zu veräußern – darunter auch professionelle Zweitmarktfonds, die als institutionelle Abnehmer für ein breites Spektrum an Beteiligungen auftreten.

Geschlossenen Fonds am Zweitmarkt verkaufen

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Glossar: Zweitmarktfonds

Zweitmarktfonds
Geschlossener Fonds (AIF) in Dachfonds-Struktur, der gezielt Anteile an bestehenden geschlossenen Fonds auf dem Sekundärmarkt erwirbt und in einem diversifizierten Portfolio bündelt.
Zweitmarkt (Sekundärmarkt)
Markt, auf dem Anteile an geschlossenen Fonds nach der Erstplatzierung zwischen Gesellschaftern und Käufern gehandelt werden. Bietet die Möglichkeit, Beteiligungen vor Laufzeitende an einen Käufer zu veräußern.
Blind Pool
Fondsstruktur, bei der zum Zeitpunkt der Zeichnung die konkreten Investitionsobjekte noch nicht feststehen. Bei Zweitmarktfonds bedeutet das: Der Anleger vertraut darauf, dass das Management die richtigen Zielfonds auswählt.
Substanzwert (NAV)
Errechneter innerer Wert einer Beteiligung, basierend auf den tatsächlichen Vermögenswerten des Fonds (Immobilien, Mietverträge, Liquiditätsreserven) abzüglich Verbindlichkeiten.
Weichkosten
Kosten, die bei Auflage eines geschlossenen Fonds nicht in das Investitionsobjekt fließen, sondern für Vertrieb, Konzeption und Verwaltung anfallen. Bei Erstmarkt-Fonds betragen sie oft 10–20+ % des Eigenkapitals.

Häufig gestellte Fragen zu Zweitmarktfonds

Was ist ein Zweitmarktfonds und wie funktioniert er?

Ein Zweitmarktfonds ist ein geschlossener Fonds in Dachfonds-Struktur, der Anteile an bereits laufenden geschlossenen Fonds auf dem Sekundärmarkt erwirbt. Das Fondsmanagement erwirbt gezielt Beteiligungen am Sekundärmarkt, bündelt sie in einem diversifizierten Portfolio und schüttet die laufenden Erträge der Zielfonds an seine Anleger aus.

Welche Rendite erzielen Zweitmarktfonds?

Etablierte Immobilien-Zweitmarktfonds erzielten in der Vergangenheit laufende Ausschüttungen von durchschnittlich fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Einzelne Produkte erreichten Gesamtauszahlungen von rund 190 Prozent vor Steuern nach neun Jahren Laufzeit. Die durchschnittlichen Ankaufsrenditen liegen bei etwa acht Prozent. Vergangene Performance ist jedoch kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Welche Risiken bestehen bei Zweitmarktfonds?

Die wesentlichen Risiken umfassen: eingeschränkte Liquidität (Laufzeit 10–15 Jahre), Blind-Pool-Risiko (Zielfonds stehen bei Zeichnung nicht fest), doppelte Kostenstruktur (Dachfonds- plus Zielfonds-Kosten) und grundsätzlich das Risiko eines Kapitalverlusts. Die breite Diversifikation über zahlreiche Zielfonds mindert jedoch das Klumpenrisiko gegenüber Einzelinvestments.

Worin unterscheiden sich Erst- und Zweitmarkt bei geschlossenen Fonds?

Am Erstmarkt zeichnen Anleger neue Fonds, deren Investitionsobjekte oft noch nicht realisiert sind (Blind-Pool-Risiko). Am Zweitmarkt werden Anteile an bereits laufenden Fonds gehandelt – mit nachvollziehbarer Performance und dokumentierter wirtschaftlicher Entwicklung. Zudem sind die Weichkosten des Erstmarkts im Zweitmarkt-Preis bereits berücksichtigt.

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