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CFB-Fonds 180 Solar-Deutschlandportfolio V – Anlagen, Gesellschaft und Vergütung

Die kurze Antwort

Der CFB-Fonds 180 Solar-Deutschlandportfolio V ist ein geschlossener Solarfonds aus der CFB-Reihe der Commerz Real. Er hält Photovoltaikanlagen an einem einzigen Standort in Brandenburg.

Der CFB-Fonds 180 ist der letzte Solarfonds der Commerz Real und hält das größte Portfolio der Reihe. Dieser Beitrag beschreibt die Anlagen, die Gesellschaft dahinter und eine Besonderheit, die diesen Fonds von seinen Vorgängern unterscheidet – und was das für Anleger bedeutet, die ihre Beteiligung heute halten, erben oder verkaufen wollen.

Überblick: CFB-Fonds 180 auf einen Blick

GESELLSCHAFT Die Beteiligung besteht an der HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG mit Sitz in Düsseldorf.

ANLAGEN Acht im Jahr 2012 errichtete Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 128,4 Megawatt-Peak, dazu zwei Umspannwerke und der Netzanschluss.

STANDORT Alle Anlagen stehen in Templin, Ortsteil Groß Dölln, in Brandenburg.

BESONDERHEIT Geplant war ein Betrieb über zehn Jahre mit anschließendem Verkauf der Anlagen, nicht der Betrieb über den vollen Vergütungszeitraum.

Die Anlagen des CFB-Fonds 180

Der Fonds investierte mittelbar in acht Photovoltaikanlagen, die 2012 errichtet wurden, dazu in zwei Umspannwerke und den Netzanschluss. Die Gesamtnennleistung beträgt 128,4 Megawatt-Peak. Damit ist es das größte Portfolio der fünf CFB-Solarfonds.

Die Anlagen des CFB-Fonds 180
Merkmal Angabe
Anlagen acht Photovoltaikanlagen, errichtet 2012
Standort Templin, Ortsteil Groß Dölln, Brandenburg
Gesamtnennleistung 128,4 MWp
Weitere Investitionen zwei Umspannwerke und der Netzanschluss
Vergütung tariflich gesichert über 20 Jahre nach dem EEG
Geplanter Betrieb zehn Jahre, danach geplanter Verkauf der Anlagen
Blind-Pool nein, die Investitionsobjekte standen bei Auflegung fest

Alles an einem Ort. Anders als die Vorgängerfonds, die ihre Anlagen über mehrere Bundesländer verteilten, konzentriert sich dieser Fonds vollständig auf einen Standort: Templin im Ortsteil Groß Dölln, nördlich von Berlin. Das Photovoltaikkraftwerk Groß-Dölln entstand auf einem ehemaligen Militärflugplatz. Solche Konversionsflächen waren für Solarparks besonders geeignet, weil sie großflächig verfügbar und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz förderfähig waren.

Für Anleger hat diese Bündelung zwei Seiten. Der Betrieb wird einfacher und günstiger, weil Personal, Ersatzteile und Überwachung an einem Ort gebündelt sind, und die Investition in zwei eigene Umspannwerke ergibt nur bei dieser Größe Sinn. Zugleich hängt der gesamte Ertrag an den Wetterbedingungen einer einzigen Region. Fällt in Brandenburg ein Jahr sonnenarm aus, gibt es keinen Standort in einer anderen Region, der das ausgleicht.

Kein Blind-Pool. Bei Auflegung standen die Investitionsobjekte bereits fest. Anleger wussten also, in welche Anlagen ihr Geld fließt. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Bei Blind-Pool-Konstruktionen entscheidet die Geschäftsführung erst nach der Platzierung, was gekauft wird.

Die Fondsgesellschaft firmiert als HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG mit Sitz in Düsseldorf. Diese Firmierung erscheint im Feststellungsbescheid und in der Korrespondenz mit dem Treuhänder; die Bezeichnung CFB-Fonds 180 ist lediglich der Produktname. Die Gesellschaften der CFB-Solarfonds folgen alle demselben Muster mit der Vorsilbe HAJO. Als Treuhandkommanditistin fungiert die ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH. Wie die Commerz Real ihre Fondsreihe aufgebaut hat, ist im Beitrag CFB Fonds dargestellt.

Wie der CFB-Fonds 180 sein Geld verdient

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtete die Netzbetreiber, den Strom aus Solaranlagen abzunehmen und zu einem gesetzlich festgelegten Satz zu vergüten. Dieser Satz wird bei Inbetriebnahme fixiert und 20 Jahre lang unverändert gezahlt. Bei Anlagen aus dem Jahr 2012 reicht dieser Zeitraum bis Anfang der 2030er Jahre.

Der Fonds war jedoch nicht auf diese volle Laufzeit ausgelegt. Geplant war ein Betrieb über zehn Jahre mit anschließendem Verkauf der Anlagen. Das ist der wesentliche Unterschied zu den Vorgängerfonds, deren Prognosezeitraum sich am gesamten Vergütungszeitraum orientierte.

Diese Konstruktion hat eine klare Logik: Wer eine Anlage nach zehn Jahren verkauft, gibt dem Käufer noch rund zehn Jahre gesicherte Vergütung mit. Das macht den Verkauf leichter und den Preis berechenbarer, als wenn die Förderung fast ausgelaufen wäre. Ob der Verkauf tatsächlich stattgefunden hat und zu welchen Bedingungen, ergibt sich aus den Geschäftsberichten der Gesellschaft. Das ist die zentrale Frage bei diesem Fonds.

Wie ein CFB-Solarfonds sein Geld verdient, welche Rolle Wechselrichter und Moduldegradation dabei spielen und was am Ende der Förderung ansteht, ist im Beitrag CFB Fonds für die gesamte Reihe beschrieben.

CFB-Fonds 180: Was Anleger dazu wissen sollten

Auskunft über die HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG geben allein ihre eigenen Unterlagen: der letzte Geschäftsbericht, die Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen und die jährliche Steuermitteilung mit dem Stand des Kapitalkontos.

Zu bedenken ist der Zeitplan. Die Anlagen wurden 2012 errichtet, der geplante Verkauf nach zehn Betriebsjahren lag damit um das Jahr 2022. Ist er erfolgt, ist die entscheidende Frage, was dabei erlöst wurde. Ist er nicht erfolgt, läuft der Fonds über den ursprünglichen Plan hinaus, und die Anlagen nähern sich dem Ende der Förderung Anfang der 2030er Jahre. Danach muss der Strom am Markt verkauft werden, zu Preisen deutlich unter dem alten Satz, während Module an Leistung verloren haben und größere Instandsetzungen anstehen.

Beim Rückbau ist der Posten bei einem Kraftwerk dieser Größe erheblich.

Für Solarfonds gelten die allgemeinen Regeln für gewerbliche Einkünfte, die der Beitrag Besteuerung geschlossener Fonds beschreibt; zum Rückforderungsrisiko aus früheren Ausschüttungen siehe den Abschnitt Wie ein CFB-Solarfonds sein Geld verdient.

Beteiligung am CFB-Fonds 180 verkaufen

Anteile an einem geschlossenen Fonds können nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden; das eingesetzte Kapital bleibt gebunden, bis die Anlagen verwertet und die Gesellschaft abgewickelt ist. Ein Ausstieg vorher setzt voraus, dass sich ein Erwerber findet.

Die Übertragung erfolgt durch Abtretung des Kommanditanteils an der HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG, in der Regel mit Wirkung zum Ende eines Quartals. Sie bedarf der Zustimmung der Geschäftsführung oder des Treuhänders und wird anschließend im Register vollzogen. Welche Nachweise dafür erforderlich sind und an welchen Punkten Übertragungen in der Praxis scheitern, ist im Beitrag Geschlossene Fonds am Zweitmarkt verkaufen dargestellt.

Für den Verkauf Ihrer Beteiligung erreichen Sie mich unter fonds@em-strategy.com.

Häufige Fragen zum CFB-Fonds 180

In welche Anlagen investiert der CFB-Fonds 180?

In acht Photovoltaikanlagen, die 2012 in Templin im Ortsteil Groß Dölln in Brandenburg errichtet wurden, dazu in zwei Umspannwerke und den Netzanschluss. Zusammen kommen die Anlagen auf 128,4 Megawatt-Peak Nennleistung. Das Kraftwerk entstand auf einem ehemaligen Militärflugplatz. Anders als bei den Vorgängerfonds stehen alle Anlagen an einem einzigen Standort.

Wie lautet der vollständige Name der Fondsgesellschaft?

HAJOTARA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Solarkraftwerke KG mit Sitz in Düsseldorf. Treuhandkommanditistin ist die ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH. Unter der Firmierung der Fondsgesellschaft läuft die Korrespondenz mit dem Treuhänder und dem Finanzamt. CFB-Fonds 180 und Solar-Deutschlandportfolio V sind die Produktbezeichnungen.

Warum war der CFB-Fonds 180 nur auf zehn Jahre ausgelegt?

Geplant war ein Betrieb der Anlagen über zehn Jahre mit anschließendem Verkauf. Die Logik dahinter: Wer nach zehn Jahren verkauft, gibt dem Käufer noch rund zehn Jahre gesicherte Einspeisevergütung mit. Ein Verkauf ist dadurch einfacher und der Preis besser kalkulierbar als bei einer fast ausgelaufenen Förderung. Ob der Verkauf stattgefunden hat, ergibt sich aus den Geschäftsberichten.

Was bedeutet es, dass alle Anlagen an einem Standort stehen?

Der Betrieb wird einfacher und günstiger, weil Personal, Ersatzteile und Überwachung gebündelt sind; auch die Investition in zwei eigene Umspannwerke ergibt nur bei dieser Größe Sinn. Im Gegenzug ist der gesamte Ertrag vom Wetter in einer einzigen Region abhängig. Ein sonnenarmes Jahr in Brandenburg kann kein Standort in einer anderen Region ausgleichen.

Was passiert mit der Beteiligung am CFB-Fonds 180 im Erbfall?

Bei dieser Solarbeteiligung entscheidet der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft. Ein direkt gehaltener Kommanditanteil geht beim Tod des Anlegers nach den Erbquoten unmittelbar auf die einzelnen Erben über; eine Erbengemeinschaft am Anteil entsteht nicht. Bei einer Treuhandbeteiligung gilt der Treuhandvertrag. In der Regel verlangt die Gesellschaft einen Erbnachweis, etwa Erbschein oder notarielles Testament. Wer die Beteiligung nicht behalten möchte, kann sie nach der Legitimation am Zweitmarkt verkaufen. Grundlagen: Beitrag Erbschaft von geschlossenen Immobilienfonds.

Fazit und Ausblick

Der CFB-Fonds 180 schließt die Solarreihe der Commerz Real ab und ist mit 128,4 Megawatt-Peak zugleich der leistungsstärkste Fonds der Reihe. Er unterscheidet sich von den Vorgängern in zwei Punkten: Alle Anlagen stehen an einem Standort, und der Fonds war von Beginn an auf einen Verkauf nach zehn Jahren ausgelegt. Die unmittelbaren Vorgänger kamen auf 67,3 und rund 122,6 Megawatt-Peak, verteilt auf acht beziehungsweise 23 Anlagen an mehreren Standorten.

Für die Beurteilung einer Beteiligung ist deshalb eine Frage vorrangig: Ist der geplante Verkauf erfolgt, und zu welchen Bedingungen? Die Antwort steht in den Geschäftsberichten der Fondsgesellschaft.

Solarbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen

Sie besitzen Anteile an einem CFB-Solarfonds und erwägen einen Verkauf? Senden Sie mir einfach den Fondsnamen und den Nominalbetrag. Ich prüfe umgehend und unverbindlich, ob ein Ankauf aktuell möglich ist.

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

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