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LHI Flugzeugfonds 2 und 3 – die beiden Objektgesellschaften mit Boeing-777-Frachtern

Die kurze Antwort

Die LHI Flugzeugfonds 2 und 3 sind zwei Objektgesellschaften geschlossener Flugzeugfonds. Jede von ihnen hält ein Frachtflugzeug vom Typ Boeing 777-200LRF, verleast an AeroLogic.

Die LHI Flugzeugfonds 2 und 3 werden oft gemeinsam genannt, und das aus gutem Grund: Sie sind die beiden Objektgesellschaften, an denen der LHI Worldfreighter Flugzeugfonds beteiligt ist. Dieser Beitrag erklärt, wie die drei Gesellschaften zusammenhängen und was das für Anleger bedeutet.

Überblick: LHI Flugzeugfonds 2 und 3 auf einen Blick

ZWEI GESELLSCHAFTEN LHI Flugzeugfonds 2 GmbH & Co. KG (HRA 83145) und LHI Flugzeugfonds 3 GmbH & Co. KG (HRA 83151), beide Amtsgericht München.

FRÜHERE NAMEN DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 2 KG und DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 3 KG.

FLUGZEUGE Je eine Boeing 777-200LRF, ein Frachter, verleast an AeroLogic.

ZUSAMMENHANG An beiden Gesellschaften ist die LHI Worldfreighter Flugzeugfonds Beteiligungs GmbH & Co. KG beteiligt.

Wie LHI Flugzeugfonds 2 und 3 zusammenhängen

Beide Gesellschaften sind im Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen, unter HRA 83145 und HRA 83151. Die aufeinanderfolgenden Nummern zeigen, dass sie am selben Tag oder in unmittelbarer Folge angemeldet wurden. Ursprünglich firmierten sie als DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 2 KG und DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 3 KG.

Die beiden Gesellschaften im Vergleich
Merkmal LHI Flugzeugfonds 2 LHI Flugzeugfonds 3
Firmierung LHI Flugzeugfonds 2 GmbH & Co. KG LHI Flugzeugfonds 3 GmbH & Co. KG
Früherer Name DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 2 KG DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 3 KG
Handelsregister Amtsgericht München, HRA 83145 Amtsgericht München, HRA 83151
Flugzeug Boeing 777-200LRF Boeing 777-200LRF
Leasingnehmer AeroLogic AeroLogic
Gesellschafterin LHI Worldfreighter Flugzeugfonds Beteiligungs GmbH & Co. KG

Die Verbindung steht im Register. Der Unternehmensgegenstand der LHI Worldfreighter Flugzeugfonds Beteiligungs GmbH & Co. KG ist darauf gerichtet, Beteiligungen an genau diesen beiden Gesellschaften zu erwerben, zu halten und zu verwalten. Damit ist die Struktur eindeutig: Der Worldfreighter ist die obere Ebene, die Flugzeugfonds 2 und 3 sind die Objektgesellschaften darunter, denen die Flugzeuge gehören.

Warum das für Anleger zählt. Für die eigene Beteiligung ist maßgeblich, auf welcher Ebene sie besteht. Zeichner des Worldfreighter sind mittelbar über zwei Stufen beteiligt. Wer dagegen unmittelbar an einer der beiden Objektgesellschaften beteiligt ist, hat eine direkte Beziehung zu einem einzelnen Flugzeug. Die Firmierung im Feststellungsbescheid gibt darüber Auskunft.

Der Namenswechsel. Das Emissionshaus DCM meldete 2013 Insolvenz an. Der Transportbereich wurde als erster verwertet; die Verwaltung ging an die LHI Gruppe über, und die Gesellschaften wurden umbenannt. Die Hintergründe beschreibt der Beitrag DCM Gruppe.

Die Flugzeuge und der Leasingnehmer

Jeder der beiden Gesellschaften gehört eine Boeing 777-200LRF. Das Kürzel LRF steht für Long Range Freighter: die reine Frachtversion der Boeing 777, ausgelegt auf große Reichweite. Beide Maschinen sind an AeroLogic verleast.

AeroLogic ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Cargo und Deutscher Post und betreibt eine Flotte aus Boeing-777-Frachtern. Für die Objektgesellschaften bedeutete das einen Leasingnehmer mit zwei starken Gesellschaftern im Hintergrund.

Der Transportbereich der DCM umfasste vier solcher Maschinen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters bestand das Portfolio aus vier Flugzeugen des Typs Boeing 777-200 LRF sowie zwei Triebwerken vom Typ GE90-115B, verteilt auf fünf Transportfonds. Zwei dieser Flugzeuge liegen in den Gesellschaften, um die es hier geht.

Frachter statt Passagierflugzeuge. Das unterscheidet diese Fonds von den A380-Beteiligungen, deren Restwerte nach Ablauf der Erstvermietung einbrachen. Frachtflugzeuge hängen unmittelbar am Welthandel und schwanken damit stärker als der Passagierverkehr; dafür sind sie breiter einsetzbar. Wie sich das auf die Weiterverwertung auswirkt, beschreibt der Abschnitt zur Fungibilität von Flugzeugen.

LHI Flugzeugfonds 2 und 3: Was Anleger dazu wissen sollten

Auskunft geben allein die Unterlagen der jeweiligen Gesellschaft: der letzte Geschäftsbericht, die Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen und die jährliche Steuermitteilung mit dem Stand des Kapitalkontos. Bei diesen Fonds ist zuerst zu klären, an welcher Gesellschaft die eigene Beteiligung besteht.

Zu bedenken ist der Zeitplan. Die Flugzeuge dieser Fondsgeneration kamen um 2009 und 2010 in Dienst; zehnjährige Erstverträge endeten damit um 2019 und 2020. Ob Anschlussvermietungen zustande kamen, zu welchen Raten und wie lange sie laufen, ist die zentrale Frage. Das Ende der Erstvermietung fiel in eine Zeit, in der der Luftfrachtmarkt durch die Pandemie stark schwankte.

Hinzu kommt die Finanzierung. Bei Flugzeugfonds ist ein erheblicher Teil des Kaufpreises fremdfinanziert, und die Bank ist vorrangige Gläubigerin. Aus einem späteren Verkaufserlös wird zuerst ihr Darlehen zurückgeführt; erst danach bleibt etwas für die Anleger. Wie das wirkt, beschreibt der Abschnitt zum Restwertrisiko. Da Kaufpreise und Leasingraten bei Flugzeugen auf US-Dollar lauten, kommt ein Währungsrisiko hinzu.

Steuerlich gelten die Regeln für Einkünfte aus einer gewerblich geprägten Personengesellschaft, die der Beitrag Besteuerung geschlossener Fonds beschreibt. Wurden Auszahlungen geleistet, die nicht durch Gewinne gedeckt waren, kann die Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs. 4 HGB wieder aufleben; die strukturellen Risiken solcher Beteiligungen sind im Beitrag Risiken geschlossener Immobilienfonds dargestellt.

Beteiligung an den LHI Flugzeugfonds 2 und 3 verkaufen

Anteile an einem geschlossenen Fonds können nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden. Das eingesetzte Kapital bleibt gebunden, bis das Flugzeug verwertet und die Gesellschaft abgewickelt ist. Wann das geschieht, ist im Voraus nicht bestimmbar: Prospektierte Laufzeiten sind Planannahmen und wurden vielfach überschritten. Ein Ausstieg vorher setzt voraus, dass sich ein Erwerber findet.

Die Übertragung erfolgt durch Abtretung des Kommanditanteils, je nach Gesellschaftsvertrag mit Wirkung zum Monats-, Quartals- oder Jahresende, meist zum Jahresende. Sie bedarf der Zustimmung der Geschäftsführung oder des Treuhänders und wird anschließend im Register umgeschrieben. Entscheidend ist, die richtige Gesellschaft zu benennen: Flugzeugfonds 2 und Flugzeugfonds 3 sind zwei getrennte Kommanditgesellschaften mit eigenen Registernummern. Welche Nachweise erforderlich sind und an welchen Punkten Übertragungen in der Praxis scheitern, ist im Beitrag Geschlossene Fonds am Zweitmarkt verkaufen dargestellt.

Für den Verkauf Ihrer Beteiligung erreichen Sie mich unter fonds@em-strategy.com.

Häufige Fragen zu den LHI Flugzeugfonds 2 und 3

Warum werden LHI Flugzeugfonds 2 und 3 gemeinsam genannt?

Weil sie die beiden Objektgesellschaften sind, an denen die LHI Worldfreighter Flugzeugfonds Beteiligungs GmbH & Co. KG beteiligt ist. Deren Unternehmensgegenstand ist im Register ausdrücklich darauf gerichtet, Beteiligungen an genau diesen beiden Kommanditgesellschaften zu halten. Jede der beiden Gesellschaften besitzt eine Boeing 777-200LRF.

Wie lauten die vollständigen Namen der Gesellschaften?

LHI Flugzeugfonds 2 GmbH & Co. KG, Amtsgericht München HRA 83145, und LHI Flugzeugfonds 3 GmbH & Co. KG, HRA 83151. Ursprünglich firmierten sie als DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 2 KG und DCM GmbH & Co. Flugzeugfonds 3 KG. Die Umbenennung folgte auf die Insolvenz des Emissionshauses DCM im Jahr 2013.

Welche Flugzeuge gehören zu den Fonds?

Je eine Boeing 777-200LRF, also die Frachtversion der Boeing 777 mit großer Reichweite. Beide sind an AeroLogic verleast, ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Cargo und Deutscher Post. Der gesamte Transportbereich der DCM umfasste nach Angaben des Insolvenzverwalters vier solcher Maschinen und zwei Triebwerke, verteilt auf fünf Fonds.

Bin ich unmittelbar oder mittelbar beteiligt?

Das hängt davon ab, welche Gesellschaft im Feststellungsbescheid steht. Wer an der Worldfreighter Beteiligungsgesellschaft beteiligt ist, hält seinen Anteil über zwei Stufen. Wer unmittelbar an der LHI Flugzeugfonds 2 GmbH & Co. KG oder der LHI Flugzeugfonds 3 GmbH & Co. KG beteiligt ist, hat eine direkte Beziehung zu einem einzelnen Flugzeug. Für Übertragungen ist diese Unterscheidung wesentlich.

Was passiert mit den Beteiligungen an den LHI Flugzeugfonds 2 und 3 im Erbfall?

Bei dieser Flugzeugbeteiligung entscheidet der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft. Ein direkt gehaltener Kommanditanteil geht beim Tod des Anlegers nach den Erbquoten unmittelbar auf die einzelnen Erben über; eine Erbengemeinschaft am Anteil entsteht nicht. Bei einer Treuhandbeteiligung gilt der Treuhandvertrag. In der Regel verlangt die Gesellschaft einen Erbnachweis, etwa Erbschein oder notarielles Testament. Wer die Beteiligung nicht behalten möchte, kann sie nach der Legitimation am Zweitmarkt verkaufen. Grundlagen: Beitrag Erbschaft von geschlossenen Immobilienfonds.

Fazit und Ausblick

Die LHI Flugzeugfonds 2 und 3 halten je einen Boeing-777-Frachter und bilden gemeinsam die Objektebene unter dem Worldfreighter-Dach. Der Leasingnehmer AeroLogic hat mit Lufthansa Cargo und Deutscher Post zwei starke Gesellschafter im Rücken.

Für die Beurteilung zählen drei Fragen: An welcher Gesellschaft besteht die eigene Beteiligung, wie ist das jeweilige Flugzeug heute beschäftigt, und wie hoch ist die Restvaluta des Darlehens? Die Antworten stehen im Geschäftsbericht der jeweiligen Gesellschaft.

Flugzeugfonds am Zweitmarkt verkaufen

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

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Wichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Angaben zu Objekt und Gesellschaft beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.