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CFB-Fonds 169 Containerriesen der Zukunft 2 – MS „CPO Palermo“ KG

Die kurze Antwort

Der CFB-Fonds 169 ist ein geschlossener Schiffsfonds aus der CFB-Reihe der Commerz Real. Er hält ein einzelnes großes Containerschiff, das heute unter dem Namen seines Charterers fährt.

Der CFB-Fonds 169 trägt den Beinamen „Containerriesen der Zukunft 2“ und gehört zu den spät aufgelegten Schiffsfonds der Commerz Real. Dieser Beitrag beschreibt die Gesellschaft und die Einordnung in die Fondsreihe – und was das für Anleger bedeutet, die ihre Beteiligung heute halten, erben oder verkaufen wollen.

Überblick: CFB-Fonds 169 auf einen Blick

GESELLSCHAFT Kommanditgesellschaft MS „CPO PALERMO“ Offen Reederei GmbH & Co., Hamburg, HRA 106553.

SCHIFF MS „CPO Palermo“ (Prospektname), Containerschiff; fährt heute unter dem Namen des Charterers.

REIHE „Containerriesen der Zukunft“, gemeinsam mit den Fonds 167 und 171.

BEREEDERUNG Umfeld der Reederei Claus-Peter Offen, Hamburg; die CPO Containerschiffreederei ist Kommanditistin.

Das Schiff des CFB-Fonds 169: MS „CPO Palermo“

Der Fonds hält ein einzelnes Containerschiff. Das Kürzel MS steht für Motorschiff, das Kürzel CPO für die Reederei Claus-Peter Offen, aus deren Umfeld die Bereederung stammt.

Die Fondsgesellschaft firmiert als Kommanditgesellschaft MS „CPO PALERMO“ Offen Reederei GmbH & Co.. Sie hat ihren Sitz in Hamburg und ist dort unter der Handelsregisternummer HRA 106553 eingetragen. Als Kommanditistin tritt die CPO Containerschiffreederei auf; zuvor war es die Reederei Claus-Peter Offen selbst. Diese Firmierung erscheint im Feststellungsbescheid und in der Korrespondenz mit dem Treuhänder. Die Bezeichnung CFB-Fonds 169 ist lediglich der Produktname, unter dem die Beteiligung vertrieben wurde.

Unter dem Prospektnamen ist das Schiff heute nicht zu finden. Containerschiffe tragen in aller Regel den Namen ihres jeweiligen Charterers und werden mit jedem neuen Vertrag umbenannt. Wer das Schiff verfolgen möchte, benötigt daher seine IMO-Nummer. Diese siebenstellige Kennnummer der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation bleibt einem Schiff ein Leben lang erhalten und steht im Geschäftsbericht der Fondsgesellschaft.

Der CFB-Fonds 169 in der Reihe „Containerriesen der Zukunft“

Drei Fonds der CFB-Reihe tragen diesen Beinamen: die Nummern 167, 169 und 171. Sie unterscheiden sich von den älteren Schiffsfonds der Reihe in zwei Punkten.

Die Firmierung. Während die Gesellschaften der Fonds 155 bis 163 Kunstnamen wie NEPTANA, NAVITONI oder NAVITOSA tragen, führen die Gesellschaften dieser drei Fonds den Namen der bereedernden Reederei.

Die Schiffsgröße. Der Beiname deutet es an. Zum Vergleich, mit belegten Werten aus dem Schwesterfonds: Die beiden Schiffe des CFB-Fonds 167 messen rund 366 Meter über alles bei etwa 48 Metern Breite und wurden 2011 bei Daewoo in Südkorea gebaut. Die Containerschiffe der älteren Fonds sind deutlich kleiner; die des CFB-Fonds 161 etwa messen 222 Meter bei 30 Metern Breite.

Für die MS „CPO Palermo“ selbst liegen Baujahr, Werft und Abmessungen nicht öffentlich vor. Sie stehen im Verkaufsprospekt und im Geschäftsbericht der Gesellschaft. Wie Vollcontainerschiffe gebaut sind und wovon ihre Erträge abhängen, beschreibt der Beitrag Geschlossene Schiffsfonds.

CFB-Fonds 169: Was Anleger dazu wissen sollten

Auskunft über die Kommanditgesellschaft MS „CPO PALERMO“ Offen Reederei GmbH & Co. geben allein ihre eigenen Unterlagen: der letzte Geschäftsbericht, die Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen und die jährliche Steuermitteilung mit dem Stand des Kapitalkontos. Jahresabschlüsse der Gesellschaft sind seit 2012 veröffentlicht.

Zu bedenken ist das Alter. Die Schiffe dieser Fondsgruppe kamen zu Beginn der 2010er Jahre in Fahrt. Containerschiffe werden im Liniendienst stärker beansprucht als Tanker, ältere Tonnage wird bei Überkapazität zuerst aus dem Markt genommen, und der bei einem Verkauf erzielbare Erlös sinkt mit jedem Jahr. Genau dieser Erlös bestimmt am Ende, was von der Beteiligung übrig bleibt.

Hinzu kommen zwei Punkte, die für diesen Fonds besonders wiegen. Erstens hält er nur ein einziges Schiff: Fällt die Beschäftigung aus oder steht eine teure Werftperiode an, trifft das die Gesellschaft unmittelbar und in voller Höhe. Zweitens lassen sich sehr große Containerschiffe nur dort einsetzen, wo Häfen und Fahrwasser die Abmessungen zulassen; der Kreis möglicher Anschlussbeschäftigungen ist enger als bei kleineren Einheiten.

Steuerlich ist der Gewinn aus dem Verkauf eines Anteils unter der pauschalen Gewinnermittlung nach § 5a EStG abgegolten; zu prüfen bleibt allein ein noch festgestellter Unterschiedsbetrag. Die Systematik behandelt der Beitrag Tonnagesteuer bei Schiffsfonds.

Beteiligung am CFB-Fonds 169 verkaufen

Anteile an einem geschlossenen Schiffsfonds können nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden; das eingesetzte Kapital bleibt gebunden, bis das Schiff verkauft und die Gesellschaft abgewickelt ist. Ein Ausstieg vorher setzt voraus, dass sich ein Erwerber findet. Warum prospektierte Laufzeiten dabei keine verlässliche Größe sind, ordnet der Beitrag Geschlossene Schiffsfonds ein.

Die Übertragung erfolgt durch Abtretung des Kommanditanteils an der Kommanditgesellschaft MS „CPO PALERMO“ Offen Reederei GmbH & Co., in der Regel mit Wirkung zum Ende eines Quartals. Sie bedarf der Zustimmung der Geschäftsführung oder des Treuhänders und wird anschließend im Register vollzogen. Welche Nachweise dafür erforderlich sind und an welchen Punkten Übertragungen in der Praxis scheitern, ist im Beitrag Schiffsbeteiligung verkaufen dargestellt.

Für den Verkauf Ihrer Beteiligung erreichen Sie mich unter fonds@em-strategy.com.

Häufige Fragen zum CFB-Fonds 169

Welches Schiff gehört zum CFB-Fonds 169?

Die MS „CPO Palermo“, ein einzelnes Containerschiff. Der Fonds trägt den Beinamen „Containerriesen der Zukunft 2“ und gehört mit den Fonds 167 und 171 zu einer Gruppe später aufgelegter Schiffsfonds der Commerz Real. Wie bei den Schwesterschiffen fährt das Schiff heute unter dem Namen seines Charterers; die IMO-Nummer steht im Geschäftsbericht der Fondsgesellschaft.

Wie lautet der vollständige Name der Fondsgesellschaft?

Kommanditgesellschaft MS „CPO PALERMO“ Offen Reederei GmbH & Co. mit Sitz in Hamburg, eingetragen unter der Handelsregisternummer HRA 106553. Unter dieser Firmierung läuft die Korrespondenz mit dem Treuhänder und dem Finanzamt. CFB-Fonds 169 ist lediglich der Produktname der Commerz Real.

Wofür steht das Kürzel CPO im Schiffsnamen?

Für die Reederei Claus-Peter Offen in Hamburg, aus deren Umfeld die Bereederung stammt. Anders als bei den älteren CFB-Schiffsfonds, deren Gesellschaften Kunstnamen wie NEPTANA oder NAVITONI tragen, führen die Gesellschaften der Fonds 167, 169 und 171 den Namen der bereedernden Reederei. Als Kommanditistin der Gesellschaft tritt die CPO Containerschiffreederei auf.

Was bedeutet es, dass der Fonds nur ein Schiff hält?

Bei einer Ein-Schiff-Gesellschaft gibt es keinen Ausgleich zwischen mehreren Einheiten. Fällt die Beschäftigung aus oder steht eine teure Werftperiode an, trifft das die Gesellschaft unmittelbar und in voller Höhe. Beim Schwesterfonds 167 verteilt sich das Risiko auf zwei Schiffe, wobei jedes in einer eigenen Gesellschaft geführt wird.

Was passiert mit der Beteiligung am CFB-Fonds 169 im Erbfall?

Bei dieser Schiffsbeteiligung entscheidet der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft. Ein direkt gehaltener Kommanditanteil geht beim Tod des Anlegers nach den Erbquoten unmittelbar auf die einzelnen Erben über; eine Erbengemeinschaft am Anteil entsteht nicht. Bei einer Treuhandbeteiligung gilt der Treuhandvertrag. In der Regel verlangt die Gesellschaft einen Erbnachweis, etwa Erbschein oder notarielles Testament. Wer die Beteiligung nicht behalten möchte, kann sie nach der Legitimation am Zweitmarkt verkaufen. Grundlagen: Beitrag Erbschaft von geschlossenen Immobilienfonds.

Fazit und Ausblick

Der CFB-Fonds 169 ist ein Ein-Schiff-Fonds aus der spät aufgelegten Gruppe „Containerriesen der Zukunft“. Seine Gesellschaft ist in Hamburg eingetragen und gehört zum Umfeld der Reederei Claus-Peter Offen. Die beiden anderen Fonds der Gruppe halten je zwei Schiffe, sodass sich das Ergebnis dort auf zwei Gesellschaften und zwei Charterverträge verteilt.

Für die Beurteilung einer Beteiligung führt kein Weg an den Fondsunterlagen vorbei. Dort stehen die IMO-Nummer des Schiffes, der Stand des Kapitalkontos und die Lage der Gesellschaft.

Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen

Sie besitzen Anteile an einem CFB-Schiffsfonds und erwägen einen Verkauf? Senden Sie mir einfach den Fondsnamen und den Nominalbetrag. Ich prüfe umgehend und unverbindlich, ob ein Ankauf aktuell möglich ist.

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

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Wichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Schiffs- und Projektdaten beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.