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CFB-Fonds 171 Containerriesen der Zukunft 3 – MS „CPO Marseille“ KG und MS „CPO Ancona“ KG

Die kurze Antwort

Der CFB-Fonds 171 ist ein geschlossener Schiffsfonds aus der CFB-Reihe der Commerz Real. Er hält zwei Vollcontainerschiffe, die heute unter den Namen ihrer Charterer fahren.

Der CFB-Fonds 171 trägt den Beinamen „Containerriesen der Zukunft 3“ und wurde 2010 aufgelegt. Dieser Beitrag beschreibt die beiden Gesellschaften und die Charterstruktur – und was das für Anleger bedeutet, die ihre Beteiligung heute halten, erben oder verkaufen wollen.

Überblick: CFB-Fonds 171 auf einen Blick

GESELLSCHAFTEN Kommanditgesellschaft MS „CPO MARSEILLE“ Reederei Offen GmbH & Co. und Kommanditgesellschaft MS „CPO ANCONA“ Reederei Offen GmbH & Co.

SCHIFFE MS „CPO Marseille“ und MS „CPO Ancona“ (Prospektnamen), Vollcontainerschiffe, abgeliefert 2010 und 2011.

CHARTER Mediterranean Shipping Company und CMA CGM; zwölf Jahre Laufzeit, Option auf drei weitere Jahre.

BESONDERHEIT Ankaufsoption des Charterers nach zwölf Jahren; über einen Verkauf entscheidet die Gesellschaft damit nicht allein.

Die Schiffe des CFB-Fonds 171

Der Fonds bündelt zwei Schiffe in zwei getrennten Gesellschaften: der Kommanditgesellschaft MS „CPO MARSEILLE“ Reederei Offen GmbH & Co. und der Kommanditgesellschaft MS „CPO ANCONA“ Reederei Offen GmbH & Co. Beide gehören zum Umfeld der Reederei Claus-Peter Offen in Hamburg; dafür steht das Kürzel CPO im Schiffsnamen.

Diese Zweiteilung ist mehr als eine Formalie. Jedes Schiff hat seine eigene Gesellschaft, seine eigene Bilanz und seine eigene Finanzierung. Die beiden Einheiten können sich wirtschaftlich unterschiedlich entwickeln, obwohl sie über dieselbe Beteiligung gehalten werden.

Abgeliefert wurden die Schiffe 2010 und 2011. Unter ihren Prospektnamen sind sie heute nicht zu finden: Containerschiffe tragen in aller Regel den Namen ihres jeweiligen Charterers und werden mit jedem neuen Vertrag umbenannt. Wer die Schiffe verfolgen möchte, benötigt daher ihre IMO-Nummern; diese siebenstelligen Kennnummern bleiben einem Schiff ein Leben lang erhalten und stehen im Geschäftsbericht der Fondsgesellschaften.

Wie Vollcontainerschiffe gebaut sind und wovon ihre Erträge abhängen, beschreibt der Beitrag Geschlossene Schiffsfonds.

Charterstruktur und Ankaufsoption beim CFB-Fonds 171

Die beiden Schiffe wurden an unterschiedliche Reedereien verchartert: eines an die Mediterranean Shipping Company, das andere an CMA CGM. Beides sind große Linienreedereien. Die Charterverträge laufen zwölf Jahre, mit einer Option auf drei weitere Jahre.

Der Punkt, der diesen Fonds von den übrigen unterscheidet: Nach zwölf Jahren steht dem Charterer eine Ankaufsoption zu. Er kann das Schiff also zu vorab vereinbarten Bedingungen übernehmen.

Für Anleger hat das zwei Seiten. Auf der einen Seite schafft eine Ankaufsoption Klarheit über einen möglichen Ausstiegszeitpunkt und den dabei erzielbaren Erlös. Auf der anderen Seite liegt die Entscheidung darüber nicht bei der Gesellschaft, sondern beim Charterer. Zieht er die Option, ist der Preis gesetzt, auch wenn der Markt inzwischen höhere Werte hergäbe. Zieht er sie nicht, steht die Gesellschaft nach zwölf Jahren mit einem Schiff da, für das eine Anschlussbeschäftigung gefunden werden muss.

CFB-Fonds 171: Was Anleger dazu wissen sollten

Auskunft über die beiden Gesellschaften geben allein deren eigene Unterlagen: der letzte Geschäftsbericht, die Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen und die jährliche Steuermitteilung mit dem Stand des Kapitalkontos. Da es zwei Gesellschaften sind, gibt es diese Unterlagen auch zweifach.

Zu bedenken ist das Alter. Beide Schiffe stammen aus den Baujahren 2010 und 2011. Containerschiffe werden im Liniendienst stärker beansprucht als Tanker, ältere Tonnage wird bei Überkapazität zuerst aus dem Markt genommen, und der bei einem Verkauf erzielbare Erlös sinkt mit jedem Jahr. Genau dieser Erlös bestimmt am Ende, was von der Beteiligung übrig bleibt.

Hinzu kommt, dass die ursprünglichen Charterverträge nach zwölf Jahren ausgelaufen sind. Ob verlängert wurde, ob der Charterer seine Ankaufsoption gezogen hat oder ob die Schiffe anderweitig beschäftigt sind, ergibt sich aus den Geschäftsberichten. Das ist die zentrale Frage bei diesem Fonds.

Steuerlich ist der Gewinn aus dem Verkauf eines Anteils unter der pauschalen Gewinnermittlung nach § 5a EStG abgegolten; zu prüfen bleibt allein ein noch festgestellter Unterschiedsbetrag. Die Systematik behandelt der Beitrag Tonnagesteuer bei Schiffsfonds.

Beteiligung am CFB-Fonds 171 verkaufen

Anteile an einem geschlossenen Schiffsfonds können nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden; das eingesetzte Kapital bleibt gebunden, bis die Schiffe verkauft und die Gesellschaften abgewickelt sind. Ein Ausstieg vorher setzt voraus, dass sich ein Erwerber findet. Warum prospektierte Laufzeiten dabei keine verlässliche Größe sind, ordnet der Beitrag Geschlossene Schiffsfonds ein.

Die Übertragung erfolgt durch Abtretung der Kommanditanteile an der Kommanditgesellschaft MS „CPO MARSEILLE“ Reederei Offen GmbH & Co. und an der Kommanditgesellschaft MS „CPO ANCONA“ Reederei Offen GmbH & Co., in der Regel mit Wirkung zum Ende eines Quartals. Sie bedarf der Zustimmung der Geschäftsführung oder des Treuhänders und wird anschließend im Register vollzogen. Welche Nachweise dafür erforderlich sind und an welchen Punkten Übertragungen in der Praxis scheitern, ist im Beitrag Schiffsbeteiligung verkaufen dargestellt.

Für den Verkauf Ihrer Beteiligung erreichen Sie mich unter fonds@em-strategy.com.

Häufige Fragen zum CFB-Fonds 171

Wie viele Schiffe gehören zum CFB-Fonds 171?

Zwei. Anleger haben sich an der MS „CPO Marseille“ und der MS „CPO Ancona“ beteiligt, die über zwei getrennte Kommanditgesellschaften gehalten werden. Manche Übersichten nennen nur das erste Schiff; das ist eine Verkürzung. Beide Vollcontainerschiffe wurden 2010 und 2011 abgeliefert.

Wie lauten die vollständigen Namen der Fondsgesellschaften?

Kommanditgesellschaft MS „CPO MARSEILLE“ Reederei Offen GmbH & Co. und Kommanditgesellschaft MS „CPO ANCONA“ Reederei Offen GmbH & Co. Unter diesen Firmierungen läuft die Korrespondenz mit dem Treuhänder und dem Finanzamt. CFB-Fonds 171 ist lediglich der Produktname, unter dem die Commerz Real die Beteiligung vertrieben hat.

Was bedeutet die Ankaufsoption des Charterers?

Nach zwölf Jahren Charterlaufzeit kann der Charterer das Schiff zu vorab vereinbarten Bedingungen übernehmen. Das schafft Klarheit über einen möglichen Ausstiegszeitpunkt, nimmt der Gesellschaft aber die Entscheidung aus der Hand. Zieht der Charterer die Option, ist der Preis gesetzt, auch wenn der Markt höhere Werte hergäbe. Zieht er sie nicht, muss für das Schiff eine Anschlussbeschäftigung gefunden werden.

An wen sind die Schiffe des CFB-Fonds 171 verchartert?

An zwei verschiedene Linienreedereien: eines an die Mediterranean Shipping Company, das andere an CMA CGM. Die ursprünglichen Charterverträge liefen zwölf Jahre mit einer Option auf drei weitere. Ob und wie die Schiffe heute beschäftigt sind, ergibt sich aus den Geschäftsberichten der beiden Gesellschaften.

Was passiert mit der Beteiligung am CFB-Fonds 171 im Erbfall?

Bei dieser Schiffsbeteiligung entscheidet der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft. Ein direkt gehaltener Kommanditanteil geht beim Tod des Anlegers nach den Erbquoten unmittelbar auf die einzelnen Erben über; eine Erbengemeinschaft am Anteil entsteht nicht. Bei einer Treuhandbeteiligung gilt der Treuhandvertrag. In der Regel verlangt die Gesellschaft einen Erbnachweis, etwa Erbschein oder notarielles Testament. Wer die Beteiligung nicht behalten möchte, kann sie nach der Legitimation am Zweitmarkt verkaufen. Grundlagen: Beitrag Erbschaft von geschlossenen Immobilienfonds.

Fazit und Ausblick

Der CFB-Fonds 171 ist der jüngste der drei Fonds mit dem Beinamen „Containerriesen der Zukunft“ und der einzige, dessen Charterverträge eine Ankaufsoption des Charterers vorsehen. Die beiden Schwesterfonds der Gruppe kennen diese Ankaufsoption nicht: Dort entscheidet allein der Verkauf am Markt darüber, was am Ende der Laufzeit übrig bleibt.

Die entscheidende Frage bei diesem Fonds ist, was nach dem Ablauf der ursprünglichen Charterverträge geschehen ist. Die Antwort steht in den Geschäftsberichten der beiden Gesellschaften, nicht im Schiffsregister.

Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen

Sie besitzen Anteile an einem CFB-Schiffsfonds und erwägen einen Verkauf? Senden Sie mir einfach den Fondsnamen und den Nominalbetrag. Ich prüfe umgehend und unverbindlich, ob ein Ankauf aktuell möglich ist.

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

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Wichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Schiffs- und Projektdaten beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.