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Conti 162 MT Conti Madagaskar KG: Fakten und Verkaufsoptionen

Die kurze Antwort

Der Conti Madagaskar ist ein Schiffsfonds der Conti-Gruppe für einen 2009 gebauten Produktentanker der Aframax-Klasse. Aufgelegt wurde er 2008, als der Tanker noch im Bau war. Anteile lassen sich üblicherweise nicht an den Emittenten zurückgeben, wohl aber am Zweitmarkt verkaufen.

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Überblick: Der Conti Madagaskar auf einen Blick

FONDS Conti Madagaskar, Tankerfonds der Conti-Gruppe, Verkaufsprospekt vom 15. September 2008

GESELLSCHAFT Conti 162. Schifffahrts-GmbH & Co. KG MT „CONTI MADAGASKAR“, Amtsgericht Hamburg HRA 123522

SCHIFF Doppelhüllen-Produktentanker der Aframax-Klasse, Baujahr 2009

ECKDATEN ZUR EMISSION Gesamtinvestition 50,0 Mio. Euro, Eigenkapital 24,2 Mio. Euro, Fremdkapital 25,8 Mio. Euro

STATUS Gesellschaft besteht fort, Jahresabschluss für 2024 offengelegt

Das Schiff des Conti Madagaskar

Der Conti Madagaskar wurde für einen einzigen Tanker aufgelegt, der 2009 gebaut wurde. Beteiligungsgegenstand ist nach den Angaben zur Auflage ein Doppelhüllen-Produktentanker der Aframax-Klasse. Aframax bezeichnet Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 80.000 und 119.000 Tonnen, vorwiegend Rohöltanker, aber auch Produktentanker.

Der Tanker wurde 2009 gebaut und ist damit über zehn Jahre alt.

Gesellschaft und Kennzahlen des Conti Madagaskar

Der Conti Madagaskar ist als Einschiffsgesellschaft in der Rechtsform der GmbH & Co. KG organisiert. Die Gesellschaft firmiert als Conti 162. Schifffahrts-GmbH & Co. KG MT „CONTI MADAGASKAR“ und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 123522 eingetragen. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Conti 162. Schifffahrts-GmbH, die Anleger sind als Kommanditisten beteiligt. Früher lautete die Firma „Conti 162. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG“; die Änderung auf den Namen mit dem Zusatz MT „CONTI MADAGASKAR“ wurde im August 2008 eingetragen, und seit 2018 hat die Gesellschaft ihren Sitz in Hamburg.

Conti Madagaskar: Kennzahlen zur Emission
Merkmal Angabe
Datum des Verkaufsprospekts15. September 2008
Gesamtinvestition50.006.000 Euro
Eigenkapital24.200.000 Euro
Fremdkapital25.806.000 Euro
Fremdkapitalquoterund 52 Prozent
Kaufpreis des Schiffs65.128.200 US-Dollar

Stand der Angaben: zur Emission.

Von der Gesamtinvestition entfielen zur Emission rund 48 Prozent auf Eigenkapital und rund 52 Prozent auf Fremdkapital. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde im Januar 2026 offengelegt, die Gesellschaft besteht damit fort.

Die Conti-Gruppe und ihre Tanker

Im Oktober 2008 wurde bekannt gegeben, dass die Conti Reederei 2009 zwei beschichtete LR2-Tanker übernimmt. Die Schiffe der Werft Hyundai Heavy Industries waren bereits auf Zeitcharter vergeben.

Im März 2017 übernahm die Hamburger Reederei Claus-Peter Offen sämtliche Anteile an der Conti-Gruppe, die als eigenständiges Unternehmen fortgeführt werden sollte. Zur Flotte gehörten damals acht Produktentanker.

Conti Madagaskar: Was Anleger dazu wissen sollten

Der Conti Madagaskar bündelt das gesamte Risiko in einem einzigen Tanker. Anders als bei einem Fonds mit mehreren Objekten verteilt ein Schiffsfonds mit einem Schiff sein Risiko nicht: Beschäftigung, Zustand und Marktwert dieses Tankers bestimmen, was die Gesellschaft einnimmt und was bei einem späteren Verkauf des Schiffs übrig bleibt. Weil die Gesellschaft zur Emission überwiegend mit Fremdkapital finanziert war, gehen Zins und Tilgung den Ausschüttungen an die Kommanditisten voraus. Der Kaufpreis des Tankers lautete auf US-Dollar, das Eigenkapital der Anleger auf Euro.

Im Januar 2026 erreichten die Frachtraten für Aframax-Tanker mehrjährige Höchststände, während die Nachfrage nach den als LR2 bezeichneten Produktentankern dieser Größe unter kürzeren Fahrtstrecken litt, nachdem die Verkehre durch Suezkanal und Rotes Meer wieder aufgenommen worden waren.

Nach dem Stand von 2022 sind die Einkünfte der Gesellschafter gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG; als Besteuerungsart ist die Tonnagesteuer angegeben, bei der der Gewinn pauschal nach der Schiffsgröße ermittelt wird. Zahlt die Gesellschaft Beträge aus, durch die der Kapitalanteil eines Kommanditisten unter die im Handelsregister eingetragene Haftsumme sinkt oder weiter sinkt, lebt seine Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB gegenüber Gläubigern wieder auf.

Beteiligung am Conti Madagaskar verkaufen

Anteile am Conti Madagaskar nimmt die Gesellschaft üblicherweise nicht zurück, am Zweitmarkt lassen sie sich aber verkaufen. Grundlage ist die Abtretung des Kommanditanteils an den Erwerber, der anschließend im Handelsregister als neuer Kommanditist eingetragen wird. Nach dem Stand von 2022 wird jeweils zu Beginn eines Monats übertragen.

Der Preis einer Schiffsbeteiligung wird zwischen Verkäufer und Erwerber vereinbart. Erben können eine geerbte Beteiligung ebenfalls verkaufen.

Häufige Fragen zum Conti Madagaskar

Was ist der Conti Madagaskar?

Der Conti Madagaskar ist ein Schiffsfonds der Conti-Gruppe mit einem Verkaufsprospekt vom 15. September 2008. Anleger beteiligten sich als Kommanditisten an der Conti 162. Schifffahrts-GmbH & Co. KG MT „CONTI MADAGASKAR“, die für einen Doppelhüllen-Produktentanker der Aframax-Klasse aufgelegt wurde. Der Tanker hat das Baujahr 2009.

Wann haften Kommanditisten beim Conti Madagaskar?

Kommanditisten des Conti Madagaskar haften gegenüber Gläubigern, wenn ihr Kapitalanteil durch Auszahlungen unter die im Handelsregister eingetragene Haftsumme sinkt. Die Einlage gilt dann nach § 172 Abs. 4 HGB insoweit als nicht geleistet, und die Haftung lebt wieder auf. Die Anleger sind an der Gesellschaft als Kommanditisten beteiligt.

Wie war der Conti Madagaskar finanziert?

Die Gesamtinvestition des Conti Madagaskar betrug zur Emission rund 50 Millionen Euro. Davon waren 24,2 Millionen Euro Eigenkapital der Anleger und 25,8 Millionen Euro Fremdkapital, die Fremdkapitalquote lag bei rund 52 Prozent. Der Kaufpreis des Tankers lag bei 65,1 Millionen US-Dollar. Die Angaben gelten zur Emission.

Besteht die Gesellschaft des Conti Madagaskar noch?

Ja, die Gesellschaft des Conti Madagaskar besteht fort: Die Conti 162. Schifffahrts-GmbH & Co. KG MT „CONTI MADAGASKAR“ ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 123522 eingetragen, und ihr Jahresabschluss für 2024 ist offengelegt. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Conti 162. Schifffahrts-GmbH.

Wie wird die Beteiligung am Conti Madagaskar besteuert?

Beim Conti Madagaskar sind die Einkünfte der Gesellschafter nach dem Stand von 2022 gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG. Die Anleger versteuern ihren Anteil am Gewinn selbst, die Gesellschaft ist nicht einkommensteuerpflichtig. Bei Schiffsfonds kann der Gewinn nach der Tonnagesteuer nicht aus dem tatsächlichen Ergebnis, sondern pauschal nach der Schiffsgröße ermittelt werden.

Lässt sich eine Beteiligung am Conti Madagaskar verkaufen?

Ja, eine Beteiligung am Conti Madagaskar lässt sich am Zweitmarkt verkaufen. Eine Rücknahme durch die Gesellschaft ist üblicherweise nicht vorgesehen; stattdessen wird der Kommanditanteil abgetreten und der Erwerber im Handelsregister eingetragen. Der Preis wird zwischen Verkäufer und Erwerber vereinbart; Erben können eine geerbte Beteiligung ebenfalls verkaufen.

Was passiert mit der Beteiligung am Conti Madagaskar im Erbfall?

Beim Tod eines Kommanditisten fällt die Beteiligung am Conti Madagaskar, vorbehaltlich des Gesellschaftsvertrags, an die Erben. Als Nachweis gegenüber der Conti 162. Schifffahrts-GmbH & Co. KG MT „CONTI MADAGASKAR“ dienen üblicherweise ein Erbschein oder ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll. Die Erben können die Beteiligung danach behalten oder am Zweitmarkt verkaufen.

Fazit zum Conti Madagaskar

Die Beteiligung am Conti Madagaskar hängt an einem einzigen Tanker der Aframax-Klasse, der bei der Auflage noch im Bau war. Zur Emission war sie überwiegend mit Fremdkapital finanziert, sodass Zins und Tilgung den Ausschüttungen vorgehen. Ob Anleger die Beteiligung halten oder veräußern, hängt damit vor allem von der Beschäftigung des Tankers, seinem Alter und dem eigenen Zeithorizont ab.

Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

LinkedIn · Redaktionsgrundsätze · fonds@em-strategy.com

Wichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Angaben zu Objekt und Gesellschaft können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.