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CFB-Fonds 156 TS „Britta“ KG – Schiff, Flotte und Betreiber

Die kurze Antwort

Der CFB-Fonds 156 ist ein geschlossener Schiffsfonds aus der CFB-Reihe der Commerz Real. Er hält einen LNG-Tanker der Q-Flex-Klasse, eines von vier baugleichen Schiffen der Fonds 155 bis 158.

Der CFB-Fonds 156 ist der zweite von vier Fonds, mit denen die Commerz Real Anlegern eine Beteiligung an einem Flüssiggastanker anbot. Dieser Beitrag beschreibt das Schiff, die Gesellschaft dahinter und das Alter der Flotte – und was das für Anleger bedeutet, die ihre Beteiligung heute halten, erben oder verkaufen wollen.

Überblick: CFB-Fonds 156 auf einen Blick

SCHIFF TS „Britta“ (Prospektname), Flüssiggastanker der Q-Flex-Klasse, 210.100 Kubikmeter Ladekapazität, Bauwerft Daewoo, Südkorea.

GESELLSCHAFT Die Beteiligung besteht an der NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. TS „BRITTA“ KG mit Sitz in Hamburg, eingetragen unter HRA 100914.

FLOTTE Vier baugleiche Schiffe gehören zu den Fonds 155 bis 158. Sie wurden zwischen November 2007 und Februar 2008 abgeliefert.

BETRIEB Technisches Management durch Pronav Ship Management in Hamburg, ein auf Flüssiggastanker spezialisiertes Unternehmen.

Das Schiff des CFB-Fonds 156: TS „Britta“

Im Verkaufsprospekt heißt das Schiff TS „Britta“; das Kürzel TS steht für Tankschiff. Unter diesem Namen fährt es heute nicht mehr. Flüssiggastanker werden bei Charterbeginn regelmäßig umbenannt, und die vier Schiffe dieser Fondsreihe tragen inzwischen sämtlich katarische Namen.

Die Fondsgesellschaft firmiert als NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. TS „BRITTA“ KG. Sie hat ihren Sitz in Hamburg und ist dort unter der Handelsregisternummer HRA 100914 eingetragen. Diese Firmierung erscheint im Feststellungsbescheid und in der Korrespondenz mit dem Treuhänder. Die Bezeichnung CFB-Fonds 156 ist dagegen nur der Produktname, unter dem die Beteiligung vertrieben wurde. Wie die Commerz Real ihre Fondsreihe aufgebaut hat, ist im Beitrag CFB Fonds dargestellt.

Ausstattung und technische Daten des Schiffs im CFB-Fonds 156

Die vier Schiffe der Fonds 155 bis 158 sind baugleich. Die folgenden Angaben stammen aus der Flottenübersicht der Fachzeitschrift LNG Journal, die alle vier einzeln ausweist.

Technische Daten der Schiffe im CFB-Fonds 156 und seinen Schwesterfonds
Merkmal Angabe
Name im Prospekt TS „Britta“
Schiffstyp Flüssiggastanker der Q-Flex-Klasse
Ladekapazität 210.100 Kubikmeter verflüssigtes Erdgas
Ladetanks vier, in Membranbauweise nach dem GTT-System
Antrieb Dieselmotoren mit Wiederverflüssigungsanlage
Bauwerft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering, Südkorea
Ablieferung der vier Schiffe November 2007 bis Februar 2008
Technischer Betreiber Pronav Ship Management, Hamburg

Kapazität, Werft, Tanksystem und Antriebsart stimmen bei allen vier Einheiten überein; sie stammen aus derselben Bauserie und wurden binnen vier Monaten abgeliefert. Betrieben werden sie von Pronav Ship Management in Hamburg. Wie Flüssiggastanker dieser Bauart technisch aufgebaut sind, beschreibt der Beitrag Geschlossene Schiffsfonds; wer die Schiffe besitzt, betreibt und chartert, steht im Abschnitt zu den vier Tankern der Reihe.

CFB-Fonds 156: Was Anleger dazu wissen sollten

Dass ein Schiff fährt, sagt wenig darüber aus, wie es der Gesellschaft dahinter geht. Beides sind getrennte Fragen. Auskunft über die NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. TS „BRITTA“ KG geben allein ihre eigenen Unterlagen: der letzte Geschäftsbericht, die Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen und die jährliche Steuermitteilung mit dem Stand des Kapitalkontos.

Zu bedenken ist das Alter der Flotte: Mit den Jahren steigen Instandhaltungsaufwand und Umfang der Klassebesichtigungen, während der bei einem Verkauf erzielbare Erlös sinkt.

Steuerlich ist der Gewinn aus dem Verkauf eines Anteils unter der pauschalen Gewinnermittlung nach § 5a EStG abgegolten; zu prüfen bleibt allein ein noch festgestellter Unterschiedsbetrag. Die Systematik behandelt der Beitrag Tonnagesteuer bei Schiffsfonds.

Beteiligung am CFB-Fonds 156 verkaufen

Anteile an einem geschlossenen Schiffsfonds können nicht an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden; das eingesetzte Kapital bleibt gebunden, bis das Schiff verkauft und die Gesellschaft abgewickelt ist. Ein Ausstieg vorher setzt voraus, dass sich ein Erwerber findet. Warum prospektierte Laufzeiten dabei keine verlässliche Größe sind, ordnet der Beitrag Geschlossene Schiffsfonds ein.

Die Übertragung erfolgt durch Abtretung des Kommanditanteils an der NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. TS „BRITTA“ KG, in der Regel mit Wirkung zum Ende eines Quartals. Sie bedarf der Zustimmung der Geschäftsführung oder des Treuhänders und wird anschließend im Register vollzogen. Welche Nachweise dafür erforderlich sind und an welchen Punkten Übertragungen in der Praxis scheitern, ist im Beitrag Schiffsbeteiligung verkaufen dargestellt.

Für den Verkauf Ihrer Beteiligung erreichen Sie mich unter fonds@em-strategy.com.

Häufige Fragen zum CFB-Fonds 156

Welches Schiff gehört zum CFB-Fonds 156?

Die TS „Britta“, ein Flüssiggastanker der Q-Flex-Klasse mit 210.100 Kubikmetern Ladekapazität, gebaut von Daewoo in Südkorea. Sie gehört zu einer Gruppe von vier baugleichen Schiffen, die zwischen November 2007 und Februar 2008 abgeliefert wurden und alle von Pronav Ship Management in Hamburg betreut werden.

Wie lautet der vollständige Name der Fondsgesellschaft?

NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co. TS „BRITTA“ KG mit Sitz in Hamburg, eingetragen unter der Handelsregisternummer HRA 100914. Unter dieser Firmierung läuft die Korrespondenz mit dem Treuhänder und dem Finanzamt. CFB-Fonds 156 ist lediglich der Produktname der Commerz Real.

Warum heißt das Schiff heute anders als im Prospekt?

Weil Schiffe bei Charterbeginn häufig umbenannt werden. Die vier Tanker dieser Fondsreihe tragen inzwischen sämtlich katarische Namen. Wer ein Schiff in einer Datenbank sucht, sollte deshalb die IMO-Nummer verwenden. Diese siebenstellige Kennnummer bleibt ein Schiffsleben lang gleich, unabhängig von Name, Flagge oder Eigentümer. Sie steht im Geschäftsbericht der Fondsgesellschaft.

Was passiert mit der Beteiligung am CFB-Fonds 156 im Erbfall?

Bei dieser Schiffsbeteiligung entscheidet der Gesellschaftsvertrag der Fondsgesellschaft. Ein direkt gehaltener Kommanditanteil geht beim Tod des Anlegers nach den Erbquoten unmittelbar auf die einzelnen Erben über; eine Erbengemeinschaft am Anteil entsteht nicht. Bei einer Treuhandbeteiligung gilt der Treuhandvertrag. In der Regel verlangt die Gesellschaft einen Erbnachweis, etwa Erbschein oder notarielles Testament. Wer die Beteiligung nicht behalten möchte, kann sie nach der Legitimation am Zweitmarkt verkaufen. Grundlagen: Beitrag Erbschaft von geschlossenen Immobilienfonds.

Fazit und Ausblick

Der CFB-Fonds 156 unterscheidet sich von den Containerschiffsfonds derselben Reihe in einem wesentlichen Punkt: Sein Schiff wurde nicht auf Verdacht gebaut und anschließend am Markt beschäftigt, sondern für ein staatlich getragenes Exportprogramm. Die Containerschiffsfonds derselben Reihe hängen dagegen unmittelbar am Weltcontainermarkt, dessen Charterraten sich binnen Monaten halbieren oder verdoppeln können.

Die Schiffe stammen aus den Baujahren 2007 und 2008. Für die Beurteilung einer Beteiligung ist das ein Faktor, für sich genommen aber keine Antwort. Wie es der Fondsgesellschaft geht, steht in ihren Unterlagen, nicht im Schiffsregister.

Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen

Sie besitzen Anteile an einem CFB-Schiffsfonds und erwägen einen Verkauf? Senden Sie mir einfach den Fondsnamen und den Nominalbetrag. Ich prüfe umgehend und unverbindlich, ob ein Ankauf aktuell möglich ist.

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

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Wichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Schiffs- und Projektdaten beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.