Conti Beteiligungsfonds VI KG: Fakten und Verkaufsoptionen
Der Conti Beteiligungsfonds VI ist ein Dachfonds der Conti-Gruppe mit Beteiligungen an Containerschiffen. Die Fondsgesellschaft besteht fort, die Schiffe Conti Baltimore und Conti Dallas wurden 2017 verkauft. Der Emittent nimmt Anteile nicht zurück, veräußern lassen sie sich aber am Zweitmarkt.
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FONDS Conti Beteiligungsfonds VI, Dachfonds der Conti-Gruppe
GESELLSCHAFT Conti 6. Beteiligungsfonds GmbH & Co. KG, Hamburg, Amtsgericht Hamburg HRA 127665, früher Conti 140. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG Nr. 1
ANLAGEOBJEKTE Beteiligungen an Containerschiffen; Stand 2022: vier Schiffe der 7.500-TEU-Klasse und sieben der 8.100-TEU-Klasse
ECKDATEN ZUR EMISSION Eigenkapital 49.951.000 Euro, Verkaufsprospekt vom 8. Oktober 2004
STEUER Gewinnermittlung nach der Tonnagesteuer, Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach § 15 EStG (Stand 2022)
STATUS Gesellschaft besteht fort, Jahresabschluss 2024 offengelegt, laufend Kommanditistenwechsel
Inhaltsverzeichnis
- Die Schiffe des Conti Beteiligungsfonds VI
- Gesellschaft und Kennzahlen des Conti Beteiligungsfonds VI
- Hanjin-Insolvenz und Schiffsverkäufe 2017
- Conti Beteiligungsfonds VI: Was Anleger dazu wissen sollten
- Beteiligung am Conti Beteiligungsfonds VI verkaufen
- Häufige Fragen zum Conti Beteiligungsfonds VI
- Fazit zum Conti Beteiligungsfonds VI
Die Schiffe des Conti Beteiligungsfonds VI
Der Conti Beteiligungsfonds VI ist ein Dachfonds und beteiligt sich an Schiffsgesellschaften statt an einem eigenen Schiff. Die Anleger sind damit nur mittelbar an den Containerschiffen dieses Schiffsfonds beteiligt. Zum Stand 2022 gehören vier Schiffe der 7.500-TEU-Klasse und sieben der 8.100-TEU-Klasse dazu. TEU steht für Standardcontainer mit zwanzig Fuß Länge; die Klassenangabe nennt, wie viele solcher Container ein Schiff ungefähr laden kann.
Namentlich geführt werden die Conti Baltimore und die Conti Dallas, beide im Baujahr 2005; beide gelten als 2017 verkauft. Angaben zu den einzelnen Zielgesellschaften enthält der Geschäftsbericht, der den Anlegern vorliegt.
Gesellschaft und Kennzahlen des Conti Beteiligungsfonds VI
Getragen wird der Conti Beteiligungsfonds VI von einer Hamburger Kommanditgesellschaft, in der die Anleger als Kommanditisten beteiligt sind. Sie firmiert als Conti 6. Beteiligungsfonds GmbH & Co. KG und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 127665 eingetragen. Im Juli 2004 wurde sie zunächst als Conti 140. Container Schiffahrts-GmbH & Co. KG Nr. 1 eingetragen; die Umfirmierung wurde im November 2004 bekannt gemacht. Die Sitzverlegung von München nach Hamburg wurde im September 2021 bekannt gemacht. Anbieter ist die Conti-Gruppe, ein Emissionshaus für Schiffsfonds.
Persönlich haftende Gesellschafterin ist die CONTI 6. Beteiligungs GmbH mit Sitz in Hamburg, eingetragen unter HRB 152096 mit einem Stammkapital von 50.000 Euro. Zum Stand 2022 gibt es den Fonds in zwei Varianten: Classic mit Standardkommanditkapital und Vario mit Vorzugskommanditkapital.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Datum des Verkaufsprospekts | 8. Oktober 2004 |
| Eigenkapital zur Emission | 49.951.000 Euro |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Einkunftsart | Gewerbebetrieb |
| Gewinnermittlung | Tonnagesteuer |
Stand der Angaben: Eigenkapital und Prospektdatum zur Emission, Besteuerung Stand 2022.
Die Gesellschaft besteht fort: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde im Januar 2026 offengelegt, und im Oktober 2026 wurde ein weiterer Kommanditistenwechsel bekannt gemacht.
Hanjin-Insolvenz und Schiffsverkäufe 2017
Zwei Containerschiffe der Conti-Gruppe, die Conti Baltimore und die Conti Dallas, fuhren ab 2005 unter dem Namen Hanjin und wurden 2017 verkauft. Die Hanjin Baltimore und die Hanjin Dallas entstanden 2005 bei Hyundai Heavy Industries im südkoreanischen Ulsan und fassen jeweils 7.471 TEU. Eigner waren Einschiffsgesellschaften der Conti-Gruppe, die Bereederung lag bei der NSB Niederelbe.
Der Namensvorsatz entsprach dem der südkoreanischen Reederei Hanjin Shipping, die am 31. August 2016 beim Bezirksgericht in Seoul Insolvenz beantragte. Danach erhielten die Schiffe Conti-Namen: Die Hanjin Dallas hieß nun Conti Venice, die Hanjin Baltimore Conti Savannah.
Im Frühjahr 2017 gingen beide Schiffe an neue Eigner. Die Conti Savannah ging an die südkoreanische Reederei Sinokor und wurde zur Baltic Bridge, die Conti Venice an die französische Reederei CMA CGM und wurde zur CMA CGM Indus. Der Preis lag nach Informationen aus Marktkreisen bei 14 bis 14,5 Millionen US-Dollar je Schiff. Die Verkäufe fielen in die Wochen nach der Übernahme der Conti-Gruppe durch die Hamburger Reederei Claus-Peter Offen im März 2017.
Beide Schiffe zählen zum Stand 2022 zu den Objekten des Dachfonds.
Conti Beteiligungsfonds VI: Was Anleger dazu wissen sollten
Für die Beteiligung am Conti Beteiligungsfonds VI zählen die Besteuerung nach der Tonnagesteuer und die Haftung als Kommanditist. Steuerlich ist die Beteiligung zum Stand 2022 der Tonnagesteuer zugeordnet. Die Einkunftsart ist Gewerbebetrieb nach § 15 EStG, und der Gewinn bemisst sich pauschal nach der Größe der Schiffe statt nach dem tatsächlichen Ergebnis.
Haftung. Nach § 172 Abs. 4 HGB gilt die Einlage eines Kommanditisten gegenüber den Gläubigern als nicht geleistet, soweit sie zurückgezahlt wird, soweit er Gewinnanteile entnimmt, während sein Kapitalanteil durch Verlust unter die Haftsumme gemindert ist, oder soweit die Entnahme den Kapitalanteil unter die Haftsumme mindert; seine Haftung gegenüber den Gläubigern besteht dann bis zur Höhe der Haftsumme.
Beteiligung am Conti Beteiligungsfonds VI verkaufen
Anteile am Conti Beteiligungsfonds VI lassen sich am Zweitmarkt verkaufen, ein Rückkauf durch die Fondsgesellschaft gehört nicht zum Regelfall. Der Kommanditanteil geht durch Abtretung auf den Erwerber über, der danach als neuer Kommanditist ins Handelsregister eingetragen wird. Solche Wechsel kommen regelmäßig vor: In jedem Jahr von 2022 bis 2025 wurden zehn bis vierzehn Änderungen bei den Kommanditisten bekannt gemacht, eine weitere im Oktober 2026.
Zum Stand 2022 gehen Anteile jeweils zum Monatsersten über, und für die Umschreibung fällt eine Gebühr von 0,25 Prozent des Nominalkapitals an, mindestens 125 Euro, zuzüglich Umsatzsteuer.
Der Preis einer Schiffsbeteiligung entsteht im Kaufangebot für den einzelnen Anteil; Ausgangspunkt ist der Anteilswert, also der Wert der Beteiligungen zuzüglich Liquidität abzüglich der Verbindlichkeiten. Eine Börsennotierung besteht nicht. Auch Erben können einen geerbten Anteil veräußern; für die Eintragung als Kommanditist im Handelsregister wird die Rechtsnachfolge durch einen Erbnachweis belegt.
Häufige Fragen zum Conti Beteiligungsfonds VI
Was ist der Conti Beteiligungsfonds VI?
Der Conti Beteiligungsfonds VI ist ein Dachfonds der Conti-Gruppe für Containerschiffe mit einem Verkaufsprospekt vom 8. Oktober 2004. Die Beteiligung läuft über eine Kommanditgesellschaft, die ihrerseits Anteile an Schiffsgesellschaften hält. Die Kommanditgesellschaft wurde im Juli 2004 ins Handelsregister eingetragen, das Eigenkapital betrug zur Emission 49.951.000 Euro.
An welchen Schiffen ist der Conti Beteiligungsfonds VI beteiligt?
Zum Stand 2022 ist der Conti Beteiligungsfonds VI an vier Schiffen der 7.500-TEU-Klasse und sieben Schiffen der 8.100-TEU-Klasse beteiligt. Genannt werden die Conti Baltimore und die Conti Dallas, Baujahr 2005, die als 2017 verkauft gelten. Beide Schiffe fuhren ab 2005 unter dem Namen Hanjin.
Was bedeuten Classic und Vario beim Conti Beteiligungsfonds VI?
Beim Conti Beteiligungsfonds VI gibt es zum Stand 2022 zwei Varianten, die Classic und Vario heißen. Classic besteht aus Standardkommanditkapital, Vario aus Vorzugskommanditkapital. Vorzugskommanditkapital ist Kommanditkapital, mit dem nach dem Gesellschaftsvertrag Vorrechte gegenüber dem übrigen Kommanditkapital verbunden sind; Standardkommanditkapital trägt diese Vorrechte nicht.
Besteht der Conti Beteiligungsfonds VI noch?
Ja, die Gesellschaft des Conti Beteiligungsfonds VI besteht fort. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde der Abschluss im Januar 2026 veröffentlicht, und im Oktober 2026 folgte eine weitere Bekanntmachung zu einem Kommanditistenwechsel. Sitz der Kommanditgesellschaft ist Hamburg; die Verlegung von München wurde 2021 bekannt gemacht.
Lässt sich eine Beteiligung am Conti Beteiligungsfonds VI verkaufen?
Ja, Anteile am Conti Beteiligungsfonds VI lassen sich am Zweitmarkt verkaufen. Die Fondsgesellschaft kauft sie in der Regel nicht zurück; stattdessen wird der Kommanditanteil abgetreten und der Erwerber im Handelsregister eingetragen. Zum Stand 2022 wird jeweils zu Beginn eines Monats übertragen; die Gebühr für die Umschreibung beträgt 0,25 Prozent des Nominalkapitals, mindestens 125 Euro, zuzüglich Umsatzsteuer.
Was passiert mit der Beteiligung am Conti Beteiligungsfonds VI im Erbfall?
Beim Conti Beteiligungsfonds VI geht die Beteiligung an der Conti 6. Beteiligungsfonds KG mit dem Tod eines Gesellschafters vorbehaltlich des Gesellschaftsvertrags auf die Erben über. Die Erben werden damit Gesellschafter; der Nachweis der Rechtsnachfolge, etwa durch einen Erbschein oder ein notarielles Testament, betrifft die Eintragung im Handelsregister. Danach können sie den Anteil behalten oder am Zweitmarkt verkaufen.
Fazit zum Conti Beteiligungsfonds VI
Nach dem Verkauf der Containerschiffe Conti Baltimore und Conti Dallas besteht die Hamburger Kommanditgesellschaft des Dachfonds fort, und ihre Kommanditisten wechseln laufend. Ob Anleger die Beteiligung halten oder veräußern, hängt damit vor allem vom Anteilswert nach den Schiffsverkäufen und von der steuerlichen und haftungsrechtlichen Lage als Kommanditist ab.
Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen
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