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Conti Croce MS Fremantle KG: Fakten und Verkaufsoptionen

Die kurze Antwort

Der Conti Fremantle ist ein 1999 aufgelegter Schiffsfonds der Conti-Gruppe für das Containerschiff MS „Conti Fremantle“. Abgeliefert wurde das Schiff im Juni 2000, Erstcharterer war Hanjin Shipping. Der Emittent nimmt Anteile nicht zurück, veräußern lassen sie sich aber am Zweitmarkt.

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Überblick: Der Conti Fremantle auf einen Blick

FONDS Conti Fremantle, Containerschiffsfonds der Conti-Gruppe, Verkaufsprospekt vom 29. April 1999

GESELLSCHAFT Conti Croce Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS „Conti Fremantle“, Amtsgericht Hamburg HRA 123141

SCHIFF Containerschiff mit 5.618 TEU und 68.819 Tonnen Tragfähigkeit, gebaut bei Hanjin Heavy Industries in Südkorea

CHARTER Erstcharterer Hanjin Shipping, Ablieferung im Juni 2000

ECKDATEN ZUR EMISSION Gesamtinvestition 57,4 Mio. Euro, Eigenkapital 27,9 Mio. Euro, Fremdkapital 29,5 Mio. Euro (jeweils bis Ende der Platzierungsphase)

STATUS Gesellschaft besteht fort, Jahresabschluss für 2024 offengelegt

Das Schiff des Conti Fremantle

Hinter dem Conti Fremantle steht ein einziges Containerschiff, das im Juni 2000 in Südkorea abgeliefert wurde. Gebaut wurde es bei Hanjin Heavy Industries in Busan (Baunummer N-070), der Kiel wurde im Januar 2000 gelegt, der Stapellauf folgte im Mai 2000. Das Schiff ist 278,84 Meter lang und 40,30 Meter breit, trägt 68.819 Tonnen und bietet Platz für 5.618 TEU, also 5.618 Standardcontainer mit zwanzig Fuß Länge. Ausgelegt ist es für bis zu 26,3 Knoten.

Mit dem Baujahr 2000 gehört das Schiff zu den älteren Containerschiffen. Bei älteren Schiffen steigen die Kosten für Wartung und Klassenerneuerung, und der Wiederverkaufswert sinkt.

Gesellschaft und Kennzahlen des Conti Fremantle

Der Conti Fremantle ist als Einschiffsgesellschaft in der Rechtsform der GmbH & Co. KG organisiert. Die Gesellschaft firmiert als Conti Croce Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS „Conti Fremantle“ und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 123141 eingetragen, früher beim Amtsgericht München unter HRA 71088, und verlegte ihren Sitz 2018 von München nach Hamburg. Komplementärin ist die Conti Croce Schiffahrts-GmbH (Amtsgericht Hamburg, HRB 151571). Die Anleger sind als Kommanditisten beteiligt; seit Ende 2019 sind im Handelsregister wiederholt Änderungen im Kreis der Kommanditisten eingetragen.

Conti Fremantle: Kennzahlen zur Emission
Merkmal Angabe
Datum des Verkaufsprospekts29. April 1999
Gesamtinvestition57.443.643 Euro
Eigenkapital27.916.537 Euro
Fremdkapital29.527.106 Euro
Fremdkapitalquoterund 51 Prozent

Stand der Angaben: jeweils bis Ende der Platzierungsphase.

Von der Gesamtinvestition entfielen zur Emission rund 49 Prozent auf Eigenkapital und rund 51 Prozent auf Fremdkapital. Die Gesellschaft legt ihre Jahresabschlüsse offen, darunter den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024.

Entwicklung des Conti Fremantle

Das Schiff wurde im Juni 2000 an die Conti-Reederei abgeliefert, Charterer war Hanjin Shipping. Die Hanjin Ottawa war im November 2000 das fünfte Containerschiff dieser Größe, das Hanjin von der Conti-Reederei charterte.

Unter der IMO-Nummer 9200706 trug das Schiff neben Conti Fremantle auch die Namen Hanjin Athens, YM Athens, Conti Stockholm, Zim Pusan, Pusan und ESL Mundra. Das Schiff ist in Fahrt.

Die Conti-Gruppe, die den Fonds auflegte, wurde im März 2017 von der Hamburger Reederei Claus-Peter Offen übernommen.

Conti Fremantle: Was Anleger dazu wissen sollten

Der Conti Fremantle wurde für ein einziges Schiff aufgelegt, und dieses Schiff wurde im Jahr 2000 abgeliefert. Anders als bei einem Fonds mit mehreren Objekten verteilt ein Schiffsfonds mit einem Schiff sein Risiko nicht: Beschäftigung, Zustand und Marktwert dieses Schiffs bestimmen, was die Gesellschaft einnimmt und was bei einem späteren Verkauf des Schiffs übrig bleibt. Zur Emission war es zu rund 51 Prozent mit Fremdkapital finanziert, und Zins und Tilgung gehen den Ausschüttungen an die Kommanditisten voraus.

Bei vielen Schiffsfonds greift die Tonnagesteuer; beim Conti Fremantle ist die Besteuerung nach den Erfahrungen aus der Praxis wahrscheinlich anders geregelt, sodass die Tonnagesteuer hier voraussichtlich nicht greift. Welche Besteuerungsart für die Gesellschaft gilt, steht in den Unterlagen, die den Anlegern vorliegen. Haben Kommanditisten Ausschüttungen erhalten, die nicht durch Gewinne gedeckt waren, kann ihre Haftung nach § 172 Abs. 4 HGB wieder aufleben.

Beteiligung am Conti Fremantle verkaufen

Anteile am Conti Fremantle lassen sich nicht an den Emittenten zurückgeben, wohl aber am Zweitmarkt verkaufen. Der Kommanditanteil geht durch Abtretung auf den Erwerber über, und im Handelsregister wird der Erwerber anschließend als neuer Kommanditist eingetragen. Ob die Gesellschaft zustimmen muss und zu welchem Stichtag die Übertragung wirksam wird, richtet sich nach dem Gesellschaftsvertrag.

Der Preis einer Schiffsbeteiligung hängt vor allem von Alter und Zustand des Schiffs, seiner Beschäftigung und den Restschulden ab. Einen Börsenkurs gibt es nicht. Auch Erben können eine geerbte Beteiligung verkaufen, sobald sie sich gegenüber der Gesellschaft als Rechtsnachfolger ausgewiesen haben.

Häufige Fragen zum Conti Fremantle

Was ist der Conti Fremantle?

Der Conti Fremantle ist ein Schiffsfonds der Conti-Gruppe mit einem Verkaufsprospekt vom 29. April 1999. Anleger beteiligten sich als Kommanditisten an der Conti Croce Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS „Conti Fremantle“, die für ein Containerschiff mit 5.618 TEU aufgelegt wurde. Das Schiff wurde im Juni 2000 abgeliefert.

Welches Schiff steht hinter dem Conti Fremantle?

Das Schiff des Conti Fremantle ist ein Containerschiff, das Hanjin Heavy Industries in Südkorea baute und im Juni 2000 ablieferte. Es ist 278,84 Meter lang, trägt 68.819 Tonnen und hatte Hanjin Shipping als Charterer. Unter der IMO-Nummer des Schiffs sind später mehrere weitere Namen verzeichnet, darunter ESL Mundra.

Wer steht hinter dem Conti Fremantle?

Aufgelegt hat den Conti Fremantle die 1970 gegründete Münchner Conti-Gruppe, die zahlreiche weitere Schiffsfonds initiierte. Im März 2017 übernahm die Hamburger Reederei Claus-Peter Offen die Gruppe. Die Fondsgesellschaft des Conti Fremantle blieb dabei eine eigene Kommanditgesellschaft mit Sitz in Hamburg, früher in München.

Wie war der Conti Fremantle finanziert?

Der Conti Fremantle hatte zur Emission eine Gesamtinvestition von rund 57,4 Millionen Euro. Davon waren rund 27,9 Millionen Euro Eigenkapital der Anleger und rund 29,5 Millionen Euro Fremdkapital, der Fremdkapitalanteil lag damit bei rund 51 Prozent. Die Angaben gelten bis zum Ende der Platzierungsphase.

Besteht der Conti Fremantle noch?

Ja, die Gesellschaft des Conti Fremantle besteht fort: Die Conti Croce Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS „Conti Fremantle“ ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 123141 eingetragen und gilt als aktiv. Komplementärin ist die Conti Croce Schiffahrts-GmbH, und der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 ist offengelegt.

Lässt sich eine Beteiligung am Conti Fremantle verkaufen?

Ja, eine Beteiligung am Conti Fremantle lässt sich am Zweitmarkt verkaufen. Die Gesellschaft nimmt Anteile nicht zurück, stattdessen wird der Kommanditanteil abgetreten und der Erwerber im Handelsregister eingetragen. Einen Börsenkurs gibt es nicht, der Preis richtet sich nach Schiff, Alter und Finanzierung.

Was passiert mit der Beteiligung am Conti Fremantle im Erbfall?

Mit dem Tod eines Kommanditisten geht die Beteiligung am Conti Fremantle vorbehaltlich des Gesellschaftsvertrags auf die Erben über. Gegenüber der Conti Croce Schiffahrts-GmbH & Co. KG MS „Conti Fremantle“ weisen sie sich mit einem Erbschein oder notariellen Testament samt Eröffnungsprotokoll aus. Danach können sie die Beteiligung behalten oder am Zweitmarkt verkaufen.

Fazit zum Conti Fremantle

Der Conti Fremantle wurde als Einschiffsfonds der Conti-Gruppe für ein einziges, älteres Containerschiff aufgelegt. Finanziert wurde es zur Emission etwa zur Hälfte mit Fremdkapital. Ob Anleger die Beteiligung halten oder veräußern, hängt damit vor allem von Zustand und Beschäftigung des Schiffs und vom eigenen Zeithorizont ab.

Schiffsbeteiligung am Zweitmarkt verkaufen

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Eduard Meider – Investor für geschlossene Fonds am Zweitmarkt

Über den Autor

Eduard Meider

Investor und Unternehmensberater mit Schwerpunkt auf den Zweitmarkt für geschlossene Fonds/AIFs, insbesondere in den Assetklassen Immobilien und Schiffe.

Nach seinem Studium zum Master of Science in Internationaler Finanzwirtschaft an der HWR Berlin blickt er auf über 10 Jahre berufliche Investmenterfahrung zurück, unter anderem als Investment- und Fondsmanager für ein Family Office und dessen Kapitalverwaltungsgesellschaft mit Schwerpunkt auf geschlossene Immobilienfonds. Zuvor durchlief er Stationen in der Wirtschaftsprüfung bei PwC und im Venture Capital bei der KLINGEL-Gruppe.

Zudem ist er Autor international erschienener Fachbücher, unter anderem „Decentralized Finance für Einsteiger“ sowie „Financial Innovation and Value Creation“ bei Springer.

LinkedIn · Redaktionsgrundsätze · fonds@em-strategy.com

Wichtiger Hinweis & Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen in diesem Text. Angaben zu Objekt und Gesellschaft können sich geändert haben; maßgeblich sind stets die Unterlagen der Fondsgesellschaft. Der Beitrag basiert auf journalistischer Recherche und dient ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Er stellt ausdrücklich keine Finanzberatung, Anlageempfehlung oder Vermittlung von Finanzinstrumenten dar. Jede Investitionsentscheidung und jede daraus resultierende Maßnahme erfolgt auf alleinige Verantwortung und Risiko des Lesers.